Heimatforschung in der Oberlausitz

Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) lud am 25. Mai 2019 zur Tagung „Quellen für die Heimatforschung im ländlichen Raum in der Oberlausitz“ in das Sorbischen Muse-um Bautzen ein. Etwa 50 Teilnehmer folgten den interessanten Vorträgen zur Einführung in die Quellenarbeit und praktischen Erfahrungen aktiver Heimatforscher. Die Veranstaltung rundete eine Führung durch das Sorbische Museum und die Vorstellungen von Archivalien des Staatsfilialarchivs ab. Ein großer Dank gilt dem Team des Sorbischen Museums für die Bereitstellung der Tagungs-räume sowie die fachkundige Führung durch das Museum, dem Lusatia-Verband e.V. für die kooperative Zusammenarbeit und vor allem Anja Moschke vom Staatsfilialarchiv Bautzen, die als Hauptreferentin durch den Tag führte.
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Startschuss eines Netzwerkes Frohburger Heimatforschender

Zum Treffen der Frohburger Heimatforschenden am 10. April 2019 war das Ziel, möglichst viele Beteiligte der ehrenamtlichen Heimatgeschichtsforschung der Frohburger Ortsteile zusammenzubringen. Das Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung“ organisierte das Treffen. Es beteiligten sich 25 Personen an dieser ersten Zusammenkunft in der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis. Das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch von Interessens- und Forschungsgebieten waren die zentralen Themen.

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Fachtag für sächsische Heimatforschende war ein voller Erfolg

Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. führte am 30. März 2019 bereits zum 4. Mal den Fachtag Ortschronisten im Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum – Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis durch.

Die über 80 Heimatforschenden verfolgten ein vielseitiges Programm rund um das Motto „Papier und Papiere“. Dr. Lutz Vogel vom Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde und ehemaliger Mitarbeiter beim Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) hielt dazu einen spannenden Impulsvortrag mit dem Titel „Papiere als moderne Herrschaftsinstrumente“. Dabei ging er auf Dokumente ein, die dem Papier eine gewisse (Voll-)macht verliehen.

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„Mein Ort digital“

…im Stadtmuseum Aue am 6. Februar 2019.

Zur Veranstaltung „Mein Ort digital“ im Stadtmuseum kamen über 40 interessierte Heimatforscher. In ihrem Vortrag vermittelte Dr. Susanne Baudisch strukturiert und wissenswert die Möglichkeiten und Chancen der „Digitalen Wissensbasis“. So erfuhren die Teilnehmer viele Recherchemöglichkeiten, durch welche sie in ihrer Arbeit als Heimatforschende unterstützt werden.
Klaus Reichmann stellte zusätzlich das Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements“ vor. Hierbei erläuterte er das Anliegen des Projektes und die Möglichkeiten, welche das dadurch erschaffene Kompetenzzentrum in Kohren-Sahlis den Heimatforschenden bietet.
Ein Dank gilt dem Team des Stadtmuseums Aue um Sarah Becher, die ein „Wohlfühlklima“ für alle Teilnehmenden schufen.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

 

Foto 1: Dr. Susanne Baudisch erläutert Heimatforschenden die Möglichkeiten der digitalen Arbeit
Foto 2: Klaus Reichmann stellt das Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung“ vor
Foto 3: Sarah Becher, Leiterin des Stadtmuseums Aue, begrüßt die Teilnehmenden im Knappschaftssaal des Museums

Dorfkirchen in Sachsen – Tagung anlässlich des Jubiläums 20 Jahre Evangelisches Zentrum Ländlicher Raum – Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis

Das Evangelische Zentrum Ländlicher Raum – Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis beging am 20. und 21. November 2018 den 20. Jahrestag seiner Gründung. Anlässlich dieses Jubiläums gab es neben einer Festveranstaltung die Tagung „Dorfkirchen in Sachsen“. Zur Freude der Veranstalter war diese komplett ausgebucht.
Über verschiedene Vorträge wurden Themen aus der Kirchengeschichte – vom Landesausbau bis in die jüngere Vergangenheit – bis hin zu Fragestellungen, mit welchen Bautypen die sächsische Kirchenlandschaft aufwartet, wie Kirchen ausgestattet sind und welche Rolle sie in den Dörfern spielten und spielen.
Das Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung“ wünscht der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis viele weitere erfolgreiche Jahre mit vielen weiteren gemeinsamen Veranstaltungen.

Erfahrungsaustausch der Heimatgeschichtsforscher und Ortschronisten auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland

Unter dem Motto: „Vor Ort sich ein Bild machen …“ trafen sich am 20. Oktober 2018 Heimatforschende im bis zum letzten Platz besetzten Vortragsraum auf Schloss Voigtsberg zum Erfahrungsaustausch der Heimatgeschichtsforscher und Ortschronisten. Die Leiterin vom Historischen Archiv des Vogtlandkreises, Sigrid Unger, begrüßte die Anwesenden und vor allem die neuen Ortschronisten, welche Arbeiten ihrer Vorgänger übernommen haben. Das diesjährige Motto ließ sie mit einem Vortrag zum Vogtland Regional Fernsehen die Reihe der Referate eröffnen und zum Projekt „Sicherung des audiovisuellen Erbes in Sachsen“, welches André Eckardt vom Filmverband Sachsen e.V. vorstellte, überleiten.
Wurden durch diese Vorträge die inhaltliche und historische Bedeutung von Film- aber auch Fotomaterial verdeutlicht, so konnten die Teilnehmer beim anschließenden Vortrag von Ulrike Müller zur Lagerung und Verpackung von fotografischen Materialien praktische Tipps und Hintergrundwissen zur Strukturierung ihrer eigenen Foto- und Filmsammlungen erhalten. Thomas Leipold informierte über die digitale Datensicherheit.
Nach einer Diskussionspause stellte Dietmar Wendler die Publikation zum Projekt „NS-Terror und Verfolgung in Sachsen“ vor. Dabei ging er vor allem auf die umfangreiche Archivarbeit ein, die in das über 620 Seiten umfassende Buch einfloss.
Dr. Christian Espig vom Historischen Archiv des Vogtlandkreises demonstrierte an einem historischen Foto bzw. der historischen Postkarte „Gruß aus Oelsnitz i.V. Egerstraße ...“ den Verlauf der Forschung, welche anhand von Bildmaterial durchgeführt werden kann und wie sich dabei die Erkenntnisse subsumieren. Der Genealoge und Heimatforscher Jens Geipel verdeutlichte in seinem Vortrag den Zusammenhang zwischen Familienforschung und Fotos, und welchen Gewinn eine Fotodokumentation für die Familien- und Heimatforschung bringt. Dabei solle besonders auf Zeitzeugen zurückgegriffen werden, solange diese noch Auskunft über das Motiv geben können.
Ein spezielles Thema sprach der extra aus Berlin angereiste Dieter Reinhold zur Geschichte des Radsportclubs „Edelweiß“ Brunndöbra an. In seinem Vortrag stellte er sowohl Forschungsergebnisse, als auch Forschungsfragen vor, die er an das Netzwerk der anwesenden Heimatforschenden weiterleitete.
Klaus Reichmann vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. stellte darauffolgend das Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung“ vor. Dabei verwies er vor allem darauf, dass sich Heimatforschende mit Problemen und Fragen gern an ihn richten können. Aber auch die Zusammenarbeit zwischen Heimatforschenden und Institutionen sowie Veranstaltungshinweise wurden erläutert.
Zum Abschluss der rundum gelungenen Veranstaltung konnten sich die Besucher den Benutzerplatz für audiovisuelle Unterlagen im Archiv erklären lassen oder die Ausstellung „Vor Ort sich ein Bild machen…“ betrachten.

Bildunterschrift: Klaus Reichmann (re.) im Gespräch mit Heimatforschenden am Stand des SLK zum Erfahrungsaustausch der Heimatgeschichtsforscher und Ortschronisten auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland

Video-Reportage zur Veranstaltung

Agrarhistorischer Arbeitskreis – Exkursion zur Slawenburg Raddusch und nach Lehde

Eine Exkursion führte Mitglieder des Agrarhistorischen Arbeitskreises, der dieses Mal begleitet wurde vom Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung“, in den Spreewald zur Slawenburg Raddusch und in das Freilichtmuseum Lehde.
Frau Dr. Harriet Bönisch, die die wissenschaftlich-fachliche Leitung der Slawenburg Raddusch innehat, begleitete die Gruppe von 12 Personen mit einer Führung durch die Ausstellung. Dabei wurden v.a. die ausstellungskonzeptionellen und historischen Facetten beleuchtet. Interessante Fakten, wie beispielsweise dass ca. 40–50 Burgen hier auf engstem Raum zu verorten waren, oder das die in archäologischen Funden ca. zwei Meter starken Schichten die Wallanlagen von mindestens sieben Metern aber bis zu 12 Meter Höhe darstellten, erläuterte Frau Bönisch.
Das Freilichtmuseum Lehde war das zweite Exkursionsziel. Dabei führte Rudolf Priemer, der jüngst seinen 80. Geburtstag beging, in seiner gewohnt lockeren Art über das Gelände und erklärte die Bauweise der Blockbauhäuser, die v.a. aus Kieferholz bestanden, aber auch Thematiken zu Handwerk, Sprache und Tracht.
Dem Agrarhistorischen Arbeitskreis kann sich jeder anschließen, der Interesse an der ländlichen Entwicklung hat. Vorträge und Zusammenkünfte finden in regelmäßigen Abständen in der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis statt.

Exkursion in das Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig

22 Heimatforschende besuchten im Rahmen des Projektes „Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Heimatforschung“ 24. Oktober 2018 das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig. Dr. Heinz Peter Brogiato umrahmte kurz die Geschichte und Entwicklung des Hauses, um dann den Besuchern verschiedene Abteilungen des Instituts vorzustellen. Trotz der Forschungsschwerpunkte Mittel- und Osteuropa, beinhaltet die bibliographische Sammlung weltweite Themen. Für die Heimatforschenden ist die einzigartige Sammlung von Heimatzeitschriften aus ganz Deutschland besonders interessant, von denen Dr. Brogiato verschiedene Exemplare zur Ansicht vorbereitet und ausgelegt hatte. Eine zusammenfassende Bibliographie dieser Zeitschriftenreihen ist derzeit in Arbeit.

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Weitere Informationen

Kontakt

Sächsisches Landeskuratorium
Ländlicher Raum e.V.

Büro Kohren-Sahlis

Klaus Reichmann
Projektkoordinator
Pestalozzistraße 3
04654 Frohburg OT Kohren-Sahlis

Telefon:    0 34 344 / 64 81 2
Fax:   03 43 44 / 6 48 11

e-Mail: heimatforschung@slk-miltitz.de

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Die Förderung erfolgt durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.