Heimatforschung

#Geschichtsvereine26 – Geschichte erforschen, Erfahrungen teilen, Verbindungen schaffen

Blick in den Sächsischen Landtag. Foto: F. Opelt

Geschichte beginnt oft direkt vor der eigenen Haustür: In alten Dokumenten, an historischen Gebäuden oder in den Erinnerungen der Menschen eines Ortes. Wie können Geschichtsvereine und Schulen dieses Potenzial gemeinsam nutzen? Wie lassen sich junge Menschen dafür begeistern, eigene Fragen an die Vergangenheit zu stellen?

Diesen Themen widmete sich am 26. Oktober 2026 die Fachtagung „#Geschichtsvereine26 – Heimatforschung und Schule“ im Sächsischen Landtag in Dresden. Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. (SLK) gestaltete die Veranstaltung als Kooperationspartner mit. Im Plenarsaal kamen Engagierte aus Geschichtsvereinen, Kultureinrichtungen, Forschung, Landesverwaltung und Schule sowie Schülerinnen und Schüler zusammen.

Ehrenamt und junge Perspektiven zusammenbringen

Geschichts- und Heimatvereine bewahren Quellen, erforschen lokale Zusammenhänge und vermitteln Wissen über die Entwicklung ihrer Städte und Gemeinden. Ihre Arbeit lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Zugleich stellt sich vielerorts die Frage, wie Nachwuchs gewonnen und das über Jahrzehnte gesammelte Wissen weitergegeben werden kann.

Auf der anderen Seite zeigen Jugendprojekte im Programm „Spurensuche“, die Sächsischen Jugendgeschichtstage und der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, dass junge Menschen Interesse an historischen Themen und am eigenen Forschen haben. Die Tagung nahm deshalb besonders die Verbindungen zwischen diesen Bereichen in den Blick: Wie können Jugendprojekte und Vereinsarbeit voneinander profitieren? Welche Unterstützung benötigen Kooperationen? Und welche Möglichkeiten bietet der Geschichtsunterricht, um die Geschichte vor Ort einzubeziehen?

Unterschiedliche Perspektiven auf historische Bildungsarbeit

Impulse, ein Podiumsgespräch und der Austausch an Marktplatzständen mit Projektbeispielen boten Gelegenheit, diese Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren.

Unter der Moderation von Sven Riesel, stellvertretendem Geschäftsführer und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, kamen auf dem Podium vier Perspektiven zusammen:

  • Klaus Reichmann, Vorsitzender des Chemnitzer Geschichtsvereins e.V. und Mitarbeiter des Stasi-Unterlagen-Archivs in Chemnitz, brachte vor allem den Blick der historischen Vereinsarbeit ein.

  • Juniorprofessorin Dr. Corinna Link von der TU Dresden vertrat die geschichtsdidaktische Perspektive.

  • Nico Dittmann, Bürgermeister der Stadt Thalheim/Erzgebirge, ergänzte die Sicht u. a. eines kommunalen Schulträgers.

  • Bianca Wiege, Jurymitglied im Programm „Spurensuche“, brachte die Perspektive der Jugendgeschichtsarbeit ein.

Im Mittelpunkt stand dabei, wie historische Bildungsarbeit junge Menschen erreichen kann und welche Rolle Schulen, Vereine und außerschulische Lernorte dabei übernehmen können. Museen, Archive und Gedenkstätten waren ebenso Teil des Austauschs wie die Frage nach geeigneten Rahmenbedingungen für eine verlässliche Zusammenarbeit.

Raum für Begegnung und neue Ideen

Neben dem fachlichen Programm bot die Veranstaltung Raum für persönliche Gespräche. An den Marktplatzständen und in den Pausen konnten die Teilnehmenden Projekte kennenlernen, Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen.

Für das SLK schloss die Tagung damit an ein wichtiges Anliegen seiner Arbeit an: Menschen zusammenzubringen, die sich für die Erforschung und Vermittlung regionaler Geschichte engagieren. Die Verbindung von ehrenamtlicher Heimatforschung, schulischer Bildung und Jugendprojekten eröffnet Möglichkeiten, Wissen weiterzugeben und zugleich neue Fragen und Perspektiven aufzunehmen.

Ideen für eine Fortsetzung des Austauschs gibt es bereits – etwa in kleineren Formaten mit mehr Einblicken in gelungene Praxisbeispiele. An diese Anregungen lässt sich künftig anknüpfen.

Vielen Dank an alle Beteiligten

Wir danken allen Referierenden, den Gästen auf dem Podium, der Moderation, den Mitwirkenden an den Marktplatzständen und allen Teilnehmenden für ihre Beiträge, ihre Fragen und den offenen Austausch.

Ein besonderer Dank gilt Landtagspräsident Alexander Dierks für die Schirmherrschaft, die Einladung in den Plenarsaal und die Eröffnung der Veranstaltung. Damit verband sich eine besondere Wertschätzung für die ehrenamtliche Geschichtsarbeit in Sachsen.

Die Fachtagung wurde vom Verein für Sächsische Landesgeschichte e. V. gemeinsam mit dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V., der Sächsischen Jugendstiftung im Programm „Spurensuche“, dem Evangelischen Bildungs- und Gästehaus – Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis sowie dem Mitmach-Projekt "Zeig Dein Sachsen" der Kampagne "So geht sächsisch" vorbereitet und durchgeführt. Wir danken unseren Kooperationspartnern für die Zusammenarbeit sowie dem Freistaat Sachsen für die freundliche Unterstützung.

Fotos: © Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. / Falk Opelt

Hinweise zur Bildnutzung

Die nachfolgenden Bilder dürfen ausschließlich unter Beachtung des Urheberrechts genutzt werden:

  • Jede Verwendung ist nur mit vollständiger Urhebernennung sowie, falls angegeben, aktiver Verlinkung zur Quelle zulässig.
  • Eine unerlaubte Nutzung, Vervielfältigung, Veränderung oder Weitergabe stellt eine Urheberrechtsverletzung dar.
  • Verstöße können zivil- und strafrechtliche Konsequenzen haben, einschließlich Schadensersatzforderungen, Unterlassungsansprüchen und kostenpflichtigen Abmahnungen (§§ 97 ff. UrhG).

Mit dem Zugriff auf die Bilder erkennen Sie diese Bedingungen verbindlich an.

Heimatforschung trifft Schule: SLK gestaltet neue Fachtagung im Sächsischen Landtag

Jetzt anmelden und in Dresden dabei sein!

Wie kann die Arbeit der Geschichtsvereine stärker mit Schulen verknüpft werden? Wie lassen sich junge Menschen für Heimatforschung begeistern und ihre Projekte dauerhaft in die regionale Geschichtsarbeit einbinden?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung #geschichtsvereine26 – Heimatforschung und Schule, die am 26. Oktober 2026 im Sächsischen Landtag in Dresden stattfindet.

Die Tagung wird vom Verein für Sächsische Landesgeschichte e. V. veranstaltet und gemeinsam mit dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. (SLK), der Sächsischen Jugendstiftung im Programm Spurensuche sowie der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis vorbereitet und durchgeführt. Sie steht unter der Schirmherrschaft und Mitwirkung des Präsidenten des Sächsischen Landtages, Alexander Dierks.

Know-how des SLK bringt Partner zusammen

Mit seinem Know-how in der Vernetzung von Geschichtsvereinen, Bildungseinrichtungen und regionalen Initiativen trägt das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. maßgeblich zur inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung der Veranstaltung bei. Das SLK bringt dabei seine langjährige Erfahrung in der Heimatforschung, der Entwicklung von Kooperationsformaten sowie der Begleitung landesweiter Projekte ein.

Ziel ist es, Akteure aus Wissenschaft, Ehrenamt und Schule zusammenzubringen und neue Impulse für die Vermittlung sächsischer Regional- und Heimatgeschichte zu geben.

Heimatgeschichte gemeinsam weiterdenken

In vielen Städten und Gemeinden Sachsens leisten Geschichts- und Heimatvereine sowie Ortschronistinnen und Ortschronisten wertvolle Arbeit. Sie erforschen Quellen, bewahren historische Dokumente und machen die Geschichte ihrer Heimat für kommende Generationen zugänglich. Gleichzeitig zeigen Wettbewerbe wie der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten oder die Sächsischen Jugendgeschichtstage, mit welchem Engagement sich junge Menschen ihrer eigenen Geschichte widmen.

Die Veranstaltung möchte beide Seiten zusammenbringen und die Frage beantworten, wie historische Vereinsarbeit und schulische Projekte künftig noch enger miteinander verzahnt werden können.

Geplant sind unter anderem:

  • Impulsvorträge mit Einblicken in Heimatforschung, Jugendgeschichtsarbeit und Geschichtsunterricht,
  • ein Podiumsgespräch zu Chancen der Zusammenarbeit zwischen Geschichtsvereinen, Schulen und Jugendprojekten sowie
  • ein Markt der Möglichkeiten, auf dem Vereine und Initiativen ihre Arbeit vorstellen und neue Kontakte knüpfen können.

Jetzt Termin vormerken!

Eingeladen sind Geschichts- und Heimatvereine, Ortschronistinnen und Ortschronisten, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kultureinrichtungen und Bildungsträgern.

Eine Anmeldung ist bereits möglich. Das detaillierte Programm wird im August 2026 veröffentlicht.

Termin: Montag, 26. Oktober 2026
Ort: Sächsischer Landtag, Dresden
Anmeldung: Link zu Eveeno

Programm zum Download

Flyer zur Veranstaltung (2,5 MiB)

Weitere Informationen

Kontakt

Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V.
Büro Kohren-Sahlis

Claudia Vater

Pestalozzistraße 3
04654 Frohburg OT Kohren-Sahlis

Tel.: 034344 / 648-10
E-Mail: heimatforschung@slk-miltitz.de


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Wir danken dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung für die Unterstützung.