Exkursion in das Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig

22 Heimatforschende besuchten im Rahmen des Projektes „Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Heimatforschung“ 24. Oktober 2018 das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig. Dr. Heinz Peter Brogiato umrahmte kurz die Geschichte und Entwicklung des Hauses, um dann den Besuchern verschiedene Abteilungen des Instituts vorzustellen. Trotz der Forschungsschwerpunkte Mittel- und Osteuropa, beinhaltet die bibliographische Sammlung weltweite Themen. Für die Heimatforschenden ist die einzigartige Sammlung von Heimatzeitschriften aus ganz Deutschland besonders interessant, von denen Dr. Brogiato verschiedene Exemplare zur Ansicht vorbereitet und ausgelegt hatte. Eine zusammenfassende Bibliographie dieser Zeitschriftenreihen ist derzeit in Arbeit.
Beim Rundgang wurden sowohl der Deutsche Nationalatlas – der vom Institut herausgegeben wird – als auch historische Karten und Pläne vorgestellt, sodass ein hautnaher Einblick in die Arbeit des Instituts möglich wurde. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Räume der Sammlung des Wissenschaftlichen Altbestandes und der Bild- bzw. Fotosammlung. Für Heimatforschende eine hervorragende Fundgrube um sowohl textliches als auch grafisches Material zu ihrem Forschungsgebiet zu finden. Nutzer können sich kostenlos anmelden und durch Angabe ihres Forschungsinteresses verschiedene Bestände aus den Magazinen ausheben lassen und diese für ihre Arbeit nutzen.
Nach der Führung durch das Institut sprach Dr. Haik Thomas Porada über die vom IfL herausgegebenen Publikationen der Reihe „Landschaften in Deutschland“ (LiD), vielen noch unter dem herkömmlichen Titel „Werte unserer Heimat“ bzw. „Werte der Deutschen Heimat“ bekannt. Dabei stellte er die Geschichte dieser Reihe vor, die aus einem Projekt der Landeskundlichen Bestandsaufnahme hervorgegangen ist. Die Bände dieser Reihe seien als „kleine Regionalatlanten“ mit Aufnahme der verschiedensten Betrachtungsweisen anzusehen und zu verstehen. Sie sind ideale Handbücher für die Heimatforschung, was anwesende Teilnehmer bestätigten. Hervorzuheben ist auch, dass es parallel zu den aktuellen Heften der LiD auch einen online-Auftritt gibt, welcher die Bücher inhaltlich erweitert und interaktive Möglichkeiten, z.B. ein Geospiel, bietet.
Zum Abschluss der Veranstaltung stellte SLK-Mitarbeiter und Projektkoordinator Klaus Reichmann das Projekt „Unterstützung der ehrenamtlichen Engagements in der Heimatforschung“ vor. Dabei verdeutlichte er Ziele und Vorgehensweise des Projektes, die durch Veranstaltungen, Tagungen, Workshops, Exkursionen und direkte Zusammenarbeit mit den Heimatforschenden umgesetzt werden. Wichtig ist vor allem, dass die Heimatforschenden ihren Bedarf anmelden und ihre Probleme darlegen können, um eine zielgerichtete Unterstützung erhalten zu können. Denn die Funktion von Heimatforschenden ist es, die Geschichte ihrer Region zu wahren, zu dokumentieren und für nachfolgende Generationen zur Verfügung zu stellen.
Gefördert wird das Projekt vom Freistaat Sachsen aus Mitteln des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.

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