Schatzkiste der Heimatforschung

Die Hilfsmittel – sind Hinweise und Links zu nützlichen Internetseiten und zur Literatur

Wikidata – Ein nützliches Werkzeug in der Heimatforschung

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In der Heimatforschung werden Daten und Fakten generiert, die zu einem großen, ganzen Geschichtsbild im ländlichen Raum Sachsens beitragen. Um solche Daten und Fakten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und mit anderen zu teilen, ist Wikidata ein praktisches Hilfsmittel. Am 28. Juni und am 12. Juli konnten Heimatforschende Einblicke in die Wikidatawelt erhalten (siehe Rückblick auf Veranstaltungen). Der Dozent, Jens Bemme von der SLUB, zeigte den Teilnehmenden Grundlagen und Umgang mit dem Werkzeug. Eine Zusammenfassung finden sie auf dem Saxorum-Blog.

Übung macht den Meister und ebenso die Meisterin – Local Visitation der Pfarre Wermsdorf

Zum Online-Handschriften-Workshop am 31. Mai und 1. Juni 2021 konnten verschiedene Quellen angesprochen werden. Unter anderem haben wir die Visitationsprotokolle der Pfarre Wermsdorf aus dem 17. Jahrhundert thematisiert. Der Referent, Dominik Stoltz von der SLUB hat dabei auf einen wichtigen Punkt hingewiesen, den alle beim Transkribieren beachten sollten: Üben, üben, üben.

Mit diesem Artikel wollen wir einen Versuch starten, der das Üben und die gegenseitige Hilfe beim Transkribieren fördern soll. Jede Wochen wollen wir nun eine Seite der 18-seitigen Local-Visitation der Pfarre Wermsdorf zur Transkription anbieten. Wer hat Lust, die eigenen Fähigkeiten beim Transkribieren zu testen bzw. für sich selbst zu üben und zudem noch den Heimatverein Mahlis bei der Transkription zu helfen?

Wie haben wir uns das vorgestellt? Für jede zu transkribierende Seite liegt gleichzeitig eine leere PDF-Datei nur mit Seitennummer und Zeilenangaben bereit. Beides, zu transkribierende Seite und PDF-Datei können heruntergeladen werden. Die Zeilen in den Vorlagen können in manchen PDF-Programmen wie Adobe Reader DC beschriftet werden. Wenn Sie die Vorlage als Word-Datei erhalten möchten, können Sie mich gern über heimatforschung@slk-miltitz.de anschreiben. Das teilweise oder komplett transkribierte Dokument kann dann an die Mailadresse heimatforschung@slk-miltitz.de zurückgesandt werden. Scheuen Sie keine Lücken, wenn etwas für Sie nicht lesbar ist. Aus den zurückgesandten Dateien wird eine vollständige Transkription erstellt. Das fertige Ergebnis kommt dann wieder neben das Original. Das dient zum einen, die eigene Transkription zu vergleichen, und zum anderen, am Ende eine komplette Transkription der Quelle zu zeigen.

Um einen leichten Einstieg zu gewährleisten haben wir die erste Seite schon gemeinsam in der Übung transkribiert. Somit bieten wir zu Beginn gleich die ersten beiden Seiten an.

Blatt 18

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0018 Blatt 18

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

 

 

Zeile 2

 

 

Zeile 3

 

 

Zeile 4

 

 

Zeile 5

 

 

Zeile 6

 

 

Zeile 7

 

 

Zeile 8

 

 

Zeile 9

 

 

Zeile 10

 

 

Zeile 11

 

 

Zeile 12

 

 

Zeile 13

 

 

Zeile 14

 

 

Zeile 15

 

 

Zeile 16

 

 

Zeile 17

 

 

Zeile 18

 

 

Zeile 19

 

 

Zeile 20

 

 

Zeile 21

 

 

Zeile 22

 

 

Zeile 23

 

 

Zeile 24

 

 

Zeile 25

 

 

Zeile 26

 

 

Zeile 27

 

 

Zeile 28

 

 

Blatt 17

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0017 Blatt 17

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

Von der neuen Zulage, so Ostern

 

Zeile 2

und Michaelis von den Haus-

 

Zeile 3

wirten und Hausgenossen geben

 

Zeile 4

wird, kriegt der Custos von

 

Zeile 5

jedem Groschen drey Pfennige,

 

Zeile 6

trägt iedes mahl ohngefehr 13 gr.

 

Zeile 7

Von einer Schenck Hochzeit Eine

 

Zeile 8

Suppe mit einem Stück Rind-

 

Zeile 9

fleisch, Ein bar Hannen Eier,

(Hühnereier)

Zeile 10

zwene halbe Kuchen, und ein

 

Zeile 11

Brod.

 

Zeile 12

Von einer Abend Wirthschafft

 

Zeile 13

18. gr. Beute Geld, ist den ersten

 

Zeile 14

Abend frey, den anderen soll

 

Zeile 15

er halb soviel geben, als ein

 

Zeile 16

eingeladener.

 

Zeile 17

Von einer alten Leiche, wenn

 

Zeile 18

gepredigt wird, und drey

 

Zeile 19

puls geleutet worden 4 gr.

 

Zeile 20

Wenn nicht geprediget und

 

Zeile 21

drey Puls geleutet worden

 

Zeile 22

3 gr.

 

 

Von einen kleinen zu begraben 2 gr.

(Blatt 18)

 

 

 

Blatt 16

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0016 Blatt 16

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

  1 ½ Scheffel Hani Lehmann

[davor jeweils mit Bleistift, Namen] Grundmann

Zeile 2

   10 Mezen Heinrich Weiß

Muntigen (?)

Zeile 3

   10 Mezen Walter Rüdiger

Öhmichen

Zeile 4

  1 Scheffel der Schencke

Großmann

Zeile 5

   6 Mezen Philip Marnwiz der klei-

Schmenze (?) (Jähnichen)

Zeile 6

nere

 

Zeile 7

   6 Mezen Philip Marnwitz der

Jähnichen

Zeile 8

größere,

 

Zeile 9

   /   16. Scheffel 13. Mezen,

 

Zeile 10

Zu Reckwiz

 

Zeile 11

1. Viertel Martin Bender,

 

Zeile 12

2. Mezen Thomas Hempel

 

Zeile 13

1. Meze Toffel Ander

 

Zeile 14

6. Mezen Paul Müller

 

Zeile 15

3. Viertel due Mühle

 

Zeile 16

5 Mezen Michael Schindler

 

Zeile 17

½ Scheffel Franz Jehnichen

(1/2 ?)

Zeile 18

3 Viertel Hans Krebs

 

Zeile 19

2. Viertel Greger Müller

 

Zeile 20

   /   3 Scheffel 9 Mezen

 

 

Von der neuen Zulage, so Ostern (…)

(Blatt 17)

 

 

 

Blatt 15

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0015 Blatt 15

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

   lis, und wird von nachfolgenden

(aus Blatt 14: Michae-)

Zeile 2

gegeben.

 

Zeile 3

Zu Wermsdorff

[davor jeweils mit Bleistift, Namen]

Zeile 4

   6 Mezen Marx Gölner,

Odrichs

Zeile 5

1 Scheffel Thom Wartingk,

Kupfer

Zeile 6

1 Scheffel 2 Mezen, Maz Brugniz

Kupfer

Zeile 7

1 Scheffel Hans Krebs,

Öhmichen

Zeile 8

1 Scheffel 2 Mezen, Peter Wengel,

Wachwitz

Zeile 9

   6 Mezen Hani Wengel,

Stein

Zeile 10

   6 Mezen Ander Wengel,

Odrichs

Zeile 11

   6 Mezen Greger Salpach,

Kupfer

Zeile 12

   3 Mezen, Maz Salpach,

Schneider

Zeile 13

   3 Mezen Viertel Hani Zehner,

Wiegard

Zeile 14

   3 Viertel aus der Kazenburgk,

Schwenge (Schmenze?)

Zeile 15

   6 Mezen Maz Reich,

Buschs

Zeile 16

   6 Mezen Jacob Diez

Busch

Zeile 17

   6 Mezen Ander Ulizsch

Keller

Zeile 18

   6 Mezen Elaias Coldiz

Rost

Zeile 19

1 Scheffel Jacob Burkich,

Krellich (?)

Zeile 20

1 ½ Scheffel Lorenz Herr,

Krellich (?)

Zeile 21

   14 Mezen Donat Deberiz,

Schmid

 

1 ½ Scheffel Hani Lehmann

(Blatt 16) Grundmann

 

 

 

Blatt 14

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0014 Blatt 14

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

Holz anweisen können, freylich mö

 

Zeile 2

gen sie von iede Clafter 14 gr.

 

Zeile 3

geben, wie die Clafter im Am-

 

Zeile 4

te muss gezahlt werden, und

 

Zeile 5

solches mit zwe mahl als 28 gr.

 

Zeile 6

Ostern und 28 gr. Michaelis; mag

 

Zeile 7

dafür Holz kauffen oder das Geld

 

Zeile 8

behalten.

 

Zeile 9

1 Thaler von Seigerstellen und der

(Wartung/Justieren der Uhren)

Zeile 10

   Kirchen an der Rechnung Con-

 

Zeile 11

   ti.

 

Zeile 12

4 gr Quartal Geld

 

Zeile 13

3 gr Wasche Geld wegen der Kirchen-

 

Zeile 14

Gerehte.

 

Zeile 15

1 Schock 12 hausbacken Brod

 

Zeile 16

   von den Kirchkindern in

 

Zeile 17

   beyden Förffern, gefallen auf

 

Zeile 18

   zwene Termin Ostern und

 

Zeile 19

   Michaelis, von einem je-

 

Zeile 20

   den zwey Brod.

 

Zeile 21

10 Scheffl und 6 Mezen Hafer

(Metzen=Hohlmaß)

Zeile 22

   Grimmisch Maas von der

 

Zeile 23

   Kirchkindern beyder Dörffer

 

Zeile 24

   gefellt jährlich auf Michae-

 

 

lis, und wird von nachfolgenden

(Blatt 15)

 

gegeben.

(Blatt 15)

 

 

 

Blatt 13

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0013 Blatt 13

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

Custodia

 

Zeile 2

zu

 

Zeile 3

Wermsdorf

 

Zeile 4

Ein gering baufällig Haus,

 

Zeile 5

daran liegt ein Baum und Kraut-

 

Zeile 6

Garten, darinnen man sich Som-

 

Zeile 7

merzeit etlicher Gräserey erho-

 

Zeile 8

len kann, ohngefehr nach Zweyen

 

Zeile 9

oder drittehalben Scheffel Feldes

 

Zeile 10

Grimmisch Maas, und eine Scheu-

 

Zeile 11

ne in dem Garten am Dorffe.

 

Zeile 12

Dazu gehörig, eine Wiese hinter

 

Zeile 13

Walter Rüdigers ohngefehr noch

 

Zeile 14

drey oder vier Fuder Heu.

 

Zeile 15

Kan ein paar Kühe darauf hal-

 

Zeile 16

ten.

 

Zeile 17

Vier Claftern Scheit jehrlich müs-

 

Zeile 18

sen die Kirchväter schaffen,

 

Zeile 19

zwey auf Ostern, zwey auf

 

Zeile 20

Michaelis, davon muss der

 

Zeile 21

Custos das Schlagerlohn geben,

 

Zeile 22

oder da die Kirchväter nicht

 

 

Holz anweisen können, freylich mö-

(Blatt 14, unsicher)

 

gen sie vor iede Clafter 14 gr.

(Blatt 14)

 

geben…

(Blatt 14)

 

 

 

Blatt 12

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0012 Blatt 12

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

ger Pfarrer keine Tisch laßen.

 

Zeile 2

Ein Kessel ist in der Stube gewesen,

 

Zeile 3

izo in der Küchen eingemauert.

 

Zeile 4

Eine Pfanne in Stuben Ofen, eine

 

Zeile 5

Röhre, eine Blaße, ein Kessel in

 

Zeile 6

Backstuben Ofen.     Ein alter

 

Zeile 7

Sund ist in der großen Stube

(unsicher)

Zeile 8

gewesen, izo in der Speisekam-

 

Zeile 9

mer angenagelt.

 

Zeile 10

Das Stroh soviel auf den Pfarrfel-

 

Zeile 11

dern erwachsen und noch vorhan-

 

Zeile 12

den, und die Zeit zu Weihnachten

 

Zeile 13

nicht verfüttert gewesen, des-

 

Zeile 14

gleichen des Heu, ist dem neuen

 

Zeile 15

Pfarrer blieben, kein Grummert

(Grummet, 2./3. Schnitt Heu)

Zeile 16

aber ist befunden worden

 

Zeile 17

N: der izige Pfarrer M. Nahgeboren

(unsicher)

Zeile 18

ist am Advent, wie auch sein

 

Zeile 19

Antecesor S. angezogen.

(Vorgänger)

 

 

 

Blatt 11

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0011 Blatt 11

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

   3. Schriften Lutheri de Corna

 

Zeile 2

   4. Confeshio Augustana deutsch

 

Zeile 3

   5. Formula Concordia cum Con-

 

Zeile 4

        situtione Ecclehiastica

 

Zeile 5

   6. Apologia Formula Concordia

 

Zeile 6

   7. Endlicher Bericht beyder Universi-

 

Zeile 7

        taten Leipzig und Wittenberg

 

Zeile 8

   8. Leichpredigten Churfs. Augusti S.

 

Zeile 9

        in 4to

 

Zeile 10

2) An Getreydicht

 

Zeile 11

ohngefehr noch fünff oder sechste-

 

Zeile 12

halb Scheffel Korn Grimmisch Maas

 

Zeile 13

über Winter beseet.

(gesät)

Zeile 14

Sechs Scheffel Hafer zur Sommersaat.

 

Zeile 15

3) An Kühen

 

Zeile 16

Zwo Kühe, welche man unter vieren

 

Zeile 17

mag aus wehlen, müssen gelassen

 

Zeile 18

werden.

 

Zeile 19

4) An Hausrath und an-

 

Zeile 20

dern

 

Zeile 21

Ein Ahorner Tisch ist pro inven-

 

Zeile 22

tario in der Pfarr gewesen,

 

Zeile 23

aber mit Einwilligung der Kirch-

 

Zeile 24

väter in die Schreiberey pro inven-

 

Zeile 25

tario gegeben worden, und darff izi-

(unsicher)

 

ger Pfarrer keine Tisch laßen.

(Blatt 12)

 

 

 

 

 

 

Blatt 10

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0010 Blatt 10

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

müssen sie auch davon das schlager-

 

Zeile 2

lohn geben.

 

Zeile 3

Das Holz einzuführen muss der

 

Zeile 4

Pfarrer verlohnen.

 

Zeile 5

11.

 

Zeile 6

Wohnung und andere Zuge-

 

Zeile 7

hörung

 

Zeile 8

Eine beqweme Behausung mit einer

 

Zeile 9

Unter- und Oberstube, auch Küch-

 

Zeile 10

gewölb und Boden zur Nothdurft.

 

Zeile 11

An dem Wohnhause liegt ein klein

 

Zeile 12

Garten, darin ein Teichlein und ein Krez-

(unsicher, Kräutergarten)

Zeile 13

gärtlein

 

Zeile 14

Wenn etwas in der Pfarr zu bauen,

 

Zeile 15

thun die Eingepfarrten die Fuhren

 

Zeile 16

und Handarbeit

 

Zeile 17

111.

 

Zeile 18

Inventarium der Pfarr an

 

Zeile 19

Büchern, Getreydicht, Kühen

 

Zeile 20

und anderen

 

Zeile 21

1.)    An Büchern

 

Zeile 22

1. Corpus doctrina Christiana

 

Zeile 23

   in folio deutsch

 

Zeile 24

2. Kirchenpostill Lutheri mit den

 

Zeile 25

     Episteln

 

 

 

 

Blatt 9

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0009 Blatt 9

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

Holze beim kleinen Erbrechen, daraus ein

 

Zeile 2

Schöberlein Heu.

 

Zeile 3

Sonsten sind noch 2. Wieseflecklein, so

 

Zeile 4

zum Gotteshaus gehörig und einem von

 

Zeile 5

Muzschen vor vielen Jahren vererbet worden.

 

Zeile 6

Darüber zwar auch vorige Visitation

 

Zeile 7

ao 1603. gehalten ex Synodo ein Decret

 

Zeile 8

daß solche Wiesen dem Gotteshaus wie

 

Zeile 9

vor zugewiesen und vom Pfarrer gegen Ent-

 

Zeile 10

richtung der Gebür genossen werden sollen,

 

Zeile 11

ergangen, ist aber noch nicht exequiret,

 

Zeile 12

und im Confistorio Leipzig anhengig.

 

Zeile 13

9. Vom Holze

 

Zeile 14

Holz vor sein Feuerwergk, wie auch zum

 

Zeile 15

Bauen hat der Pfarr so viel er bedarff,

 

Zeile 16

aber nichts darff er verkauffen.

 

Zeile 17

Es ist zwar ein Pfarrholz an der Ritt-

 

Zeile 18

hoferstraße, und Gottesholz am Jörge-

unsicher

Zeile 19

stücke und unter der Schreiber Wiese ge-

 

Zeile 20

legen, aber der izige Pfarr hat dar-

 

Zeile 21

in kein Holz von sich schlagen lassen,

 

Zeile 22

sondern die Kirchväter kauffen ihren

 

Zeile 23

Clafter Scheit und Bundholz in der

 

Zeile 24

Heyde. Wird aber etwas geschlagen

 

Zeile 25

so wird es der Kirche zum besten

 

Zeile 26

verkauft von den Kirchvätern

 

Zeile 27

mit Wissen des Pfarrers.

 

Zeile 28

Wenn die Kirchväter handische kauffen,

unsicher

 

müssen sie auch davon das schlager-lohn geben.

(Blatt 10)

 

 

 

 

 

 

Blatt 8

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0008 Blatt 8

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

1. Scheffel Hans Krebs.            Und

 

Zeile 2

mag es der Pfarrer geschüttet neh-

 

Zeile 3

men wo wer will.

 

Zeile 4

7. Von Viehe

 

Zeile 5

Acht oder neun Kühe kann man bey

 

Zeile 6

   dieser Pfarr halten und ernehren.

 

Zeile 7

Zum Viehe muß der Pfarr einen be-

 

Zeile 8

   sondern Jungen halten und be-

 

Zeile 9

   solden.

 

Zeile 10

Der Gräserey, wie auch der Hütung

 

Zeile 11

und Trifft hat sich ein Pfarrer

 

Zeile 12

allerzeit in Muzschner Heyden erhoh-

 

Zeile 13

len müssen.

 

Zeile 14

8. Von Wiesemache

 

Zeile 15

In dieser Pfarre ist gar wenig Wie-

 

Zeile 16

semache, und liegt an dreyen Orten,

 

Zeile 17

als

 

Zeile 18

Eine Wiese liegt untern großen Forst ser

 

Zeile 19

   giebet darauß vier oder fünff Fu-

 

Zeile 20

   derlein Heu, Eins Geumnet,

(unsicher)

Zeile 21

2. Ein wenig Wiese unterm Pfarr

 

Zeile 22

   Felde an der daraus 1 oder 2 Scho-

 

Zeile 23

   berlein Heu

 

Zeile 24

3. Ein klein Wiese Flecklein an Pfarr-

 

 

Holze beim kleinen Erbrechen, daraus ein Schöberlein Heu.

(Blatt 9)

 

 

 

Blatt 7

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0007 Blatt 7

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

   oder viel, in gesommerten oder Brach-

 

Zeile 2

   feldern, müssen für den Pfarrer

 

Zeile 3

   sein Theil geben, was oder wieviel

 

Zeile 4

   ihn gehört oder betrifft.

 

Zeile 5

Auch muß der Oberförster aus sein-

 

Zeile 6

   nen Krautgarten im Felde bei Gör-

 

Zeile 7

   ge Stollen Häuslein gemacht, den ze-

 

Zeile 8

   henden geben von allen das darin zu-

 

Zeile 9

   befinden, denn es zuvor frey Feld

 

Zeile 10

   gewesen, und hat er mit des enzigen

 

Zeile 11

   Pfarrers Einewilligung und vorbe-

 

Zeile 12

   wußt verplancket, hac concessione

 

Zeile 13

   und versprach, das er wolle den ze-

 

Zeile 14

   henden von allen herausgeben.

 

Zeile 15

2) Die Ernt zu Reckwitz geben alle Zehn

 

Zeile 16

auf Michaelis sieben Scheffel Zinß-

 

Zeile 17

Korn alt Grimmisch oder izig hectnizer

(unsicher)

Zeile 18

Maas, als

 

Zeile 19

   1. Scheffel Gregor Müller

 

Zeile 20

      2. Viertel Marten Ander

 

Zeile 21

      1. Viertel Thomas Hempel

 

Zeile 22

      1. Viertel Toffel Ander

 

Zeile 23

      3. Viertel Paul Müller

 

Zeile 24

   1 Scheffel und 2 Viertel der Müller aus

 

Zeile 25

der Mühle

 

Zeile 26

      3. Viertel Michael Schindeler

 

Zeile 27

   1 Scheffel Franck Heinrich

(unsicher)

 

1. Scheffel Hans Krebs.

(Blatt 8)

 

 

 

Blatt 6

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0006 Blatt 6

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

ganz Hochzeit Brod und einen Krug

 

Zeile 2

Bier hohlen zu laßen;

 

Zeile 3

6.) An Docem Getreydicht

 

Zeile 4

1. Die Ernte zu Wermsdorff geben zu

 

Zeile 5

Grund Garben aufn Felde, Eines theils

 

Zeile 6

die zehende, eins theils die dreyßigste

 

Zeile 7

Garbe.

 

Zeile 8

Die forbreyd Felder in aller drey Art

 

Zeile 9

   die zehende.

 

Zeile 10

Trägt ohngefehr beydes ohngefehr

 

Zeile 11

   15 Schock Korn Garben, und

 

Zeile 12

   magt der Pfarr seines Theil neh-

 

Zeile 13

   men an welchem Orte er will

 

Zeile 14

   und darf niemand ohne des Pfar-

 

Zeile 15

   rers Vorbewust etwas vom

 

Zeile 16

   Felde einführen, bis er abge-

 

Zeile 17

   zehndt hat,

 

Zeile 18

5. Schock ohngefehr Hafer Garben von

 

Zeile 19

forberyd und des anderen Ernte

 

Zeile 20

Feldern,

 

Zeile 21

2 Schock ohngefehr Gersten Garben.

 

Zeile 22

Wenn hierüber Lein, Hanff, Wicken

 

Zeile 23

und anders von den Leuten ausgeseet,

 

Zeile 24

auch Kraut ins frey Feld gestecket

 

Zeile 25

und vermachet wird, es sey wenig

 

 

oder viel, in gesommerten oder Brachfeldern (…)

(Blatt 7)

 

 

 

Blatt 5

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0005 Blatt 5

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

und Weib 1. gr. heißet neue Zulage,

 

Zeile 2

thut jehrlich ohngefehr beyde mahl

 

Zeile 3

1. Thaler 20 gr. davon kriegt der Schul-

[Reichsthaler]

Zeile 4

meister zu iedem mahle von iedem

 

Zeile 5

Groschen drey Pfennige

 

Zeile 6

     5.) An Accidentien

 

Zeile 7

1 gr. 6 pf. von einer alten / Leiche, wenn nicht

 

Zeile 8

1 gr. – von einer jungen / Leiche

 

Zeile 9

gepredigt wird,

 

Zeile 10

9, 10, 12 gr. auch mehr nach Gelegenheit

 

Zeile 11

von einer Leichpredigt

 

Zeile 12

1 gr. von einer ieden Proclamation,

 

Zeile 13

3 gr. von einer Gopulation

 

Zeile 14

1 gr von einem Zeugniß

 

Zeile 15

Von einer Hochzeit Predigt, was einem

 

Zeile 16

   iedem beliebet, wie beym Leichen-

 

Zeile 17

   Predigten

 

Zeile 18

Auf Hochzeiten und Kindtauffen,

 

Zeile 19

wird der Pfarrer, wenn andere Zahlen,

 

Zeile 20

frey gehalten, und ist berechtigt

 

Zeile 21

auß Schenck Hochzeiten den anderen

 

Zeile 22

Tag eine gute Rindfleisch Suppe, darin

 

Zeile 23

ein gut Stück Rindfleisch, zweene

 

Zeile 24

ganze Weizene Hochzeit Kuchen, ein

 

 

ganz Hochzeit Brod und einen Krug Bier hohlen zu laßen;

(Blatt 6)

 

 

 

Blatt 4

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0004 Blatt 4

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

seinen Successoribus zu beßern

 

Zeile 2

Unterhalt verordnet anno 1610.

 

Zeile 3

   3) Von etzlichen Eingepfarrten Geld-

 

Zeile 4

        zinnß jährlichen mit Michaelis

 

Zeile 5

        zum Pfarrhofe gehörigt.

 

Zeile 6

2 gr. Jacob Bündingk

 

Zeile 7

1 gr. Lorenz Hans

 

Zeile 8

1 gr. Elaias Coldiz

unsicher

Zeile 9

1 gr. Barthel Henicke der Eltere, wegen der Gärten,

 

Zeile 10

1 gr. Gregor Sabach

unsicher

Zeile 11

1 gr. Ander Wenzel

 

Zeile 12

1 gr. Peter Wenzel der Elter

 

Zeile 13

1 gr. 6 pf. Ander Olizsch mit … Schüpel Hauß

unsicher

Zeile 14

2 gr. Ander Prunigsch zu Dübern wegen sei-

unsicher

Zeile 15

         ner Wiese unterm Forst verthane

 

Zeile 16

1 gr. Görge Nolle, wegen des von Hans Ech-

unsicher

Zeile 17

       man zu seinen Garten verkauften

 

Zeile 18

       und eingezeunten Feldes

 

Zeile 19

   4) An Opfferpfennigen

 

Zeile 20

Opffergeld wird gegeben dem Pfarrer

 

Zeile 21

an Weihnachten und Pfingsten, Eine iede

 

Zeile 22

Person so zwölff Jahr alt ist, giebt

 

Zeile 23

iedesmahl 6 gr. …hut jehrlich beyde male

unsicher

Zeile 24

ohngefehr Drey Neuschock,

 

Zeile 25

2. Ostern und Michaelis geben die klei-

 

Zeile 26

nen Heuserchen und Hausgenoßen

 

Zeile 27

auch andrer so sich selbst bemäßigen

 

Zeile 28

eine Person iedesmahl 6 gr., Mann-

 

 

und Weib 1. gr.

(Blatt 5)

 

 

 

 

 

 

Blatt 3

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0003 Blatt 3

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

Neue Schock, inden 1. Thaler: 30 gr. über Mist-

[Reichsthaler]

Zeile 2

führen und andern einführen der Getrey-

 

Zeile 3

dicht trincken und essen, und sonsten

 

Zeile 4

nichts mehr.

 

Zeile 5

Auch gehören zur Pfarr zweene Kraut-

 

Zeile 6

Gärtten, einer liegt im unteren Dorffe

 

Zeile 7

zwischen Peter- und Thom-Wenzels Gär-

 

Zeile 8

ten innen, der andere beim Gottes-Acker

 

Zeile 9

sind beyde mit Plancken verwahret.

 

Zeile 10

2.

 

Zeile 11

An Gelde

 

Zeile 12

1.) Aus der Kirche

 

Zeile 13

Zwo Neue Schock Jahrs Besoldung auf

 

Zeile 14

Oculi

 

Zeile 15

Sechs Groschen von Kirchen Registern zu

 

Zeile 16

   halten.

 

Zeile 17

   2) Ausm Amte Muzschen

Ausm (=aus dem)

Zeile 18

40 gr. jehrlich an Martini wegen Gräse-

 

Zeile 19

   rey, so zu Muzschner Kirche ver-

 

Zeile 20

   tauschet.

 

Zeile 21

20 Thaler jährlichen quartalweiß, auf

 

Zeile 22

indes fünff Thaler, Meißnischer Weh-

 

Zeile 23

rung in ein und zwanzig gute

 

Zeile 24

Groschen vor ein Gülden, aus Chur-

 

Zeile 25

Fürst Christiani 2. Christlicher

 

Zeile 26

Gedechtniß milder Begnadung, vf

 

Zeile 27

des damahls anwesenden Pfarrers

 

Zeile 28

M. Martini Nehgeborns unterthe-

 

Zeile 29

nigster Supplicion ihnen und allen

 

 

seinen

(Blatt 4) Successoribus zu beßern

 

 

Unterhalt verordnet anno 1610.

Blatt 2

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0002 Blatt 2

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

-feln ohngefehr Grimmisch Maaß, liegt

s. Anm. 1

Zeile 2

enzeln an fünff unterschiedenen Or-

 

Zeile 3

ten, als

 

Zeile 4

1. Stück nach 3 Scheffeln übern Wermßdorf-

 

Zeile 5

fer Horst See auf der Heyden ge-

 

Zeile 6

legen.

 

Zeile 7

2. Ein Stücklein drüber am Pfarrhol-

 

Zeile 8

ze nach I Scheffel

 

Zeile 9

3. Ein Stücklein der Pfuel genannt noch

 

Zeile 10

3 Scheffeln

 

Zeile 11

4. Ein Stücklein hinterm Gottes Acker, noch

 

Zeile 12

1 ½ Scheffeln

 

Zeile 13

5. Ein Stücklein vom Hohenfelde am Wege

unsicher evtl. Haferfelde

Zeile 14

   nach Mahlis im Rehrichtzipffel, so

Rehrichtzipffel [=Röhricht]

Zeile 15

   Ihro Churfürstl. Gnd: zur Kegenstattung

s. Anm. 2

Zeile 16

   für das Pfarrfeld, darauf der neue

 

Zeile 17

   Gottes Acker wegen besserer Beqwe-

 

Zeile 18

   migkeit erbauet, zur Pfarr gne-

 

Zeile 19

   digst gegeben.

 

Zeile 20

Die eingepfarrdten Pferdner, derer

 

Zeile 21

zu Wermßdorff Neune, zu Reck-

 

Zeile 22

wiz Viere, musten die Pfarrfelder

 

Zeile 23

in allem beschicken, Heu, Grummet &c.

 

Zeile 24

und alles Getreydicht, auch den Zehenden

 

Zeile 25

an Garben auf den Cruten Feldern

Cruten (?) Feldern [=Kräuter?]

Zeile 26

hin und Wieder holen und einführen,

 

Zeile 27

jährlichen ihrer Zweene nach der Reyhe

 

Zeile 28

dafür gibt der Pfarr ihnen beyden Drey

 

 

 

 

 

Neue Schock

(Blatt 3)

 

 

 

 

Anm. 1: Grimmisch Maaß [am Wortende müßte sonst rund-s stehen (vgl. „als“), also ist es ß]

Anm. 2: vgl. Z. 13: https://archive.org/details/mrkischeforschu02brangoog/page/n253/mode/2up

Blatt 1

Local Visitation der Pfarre Wermsdorf im Jahre 1618, Bericht, 18seitig.Sammlung Ulf Müller, Mahlis, 0001 Blatt 1

Zeilen

Transkription

Anmerkungen

Zeile 1

Einkommen der

(nicht auf Kopie zu sehen)

Zeile 2

Pfarrer zu Wermsdorf

(nicht auf Kopie zu sehen)

Zeile 3

Pfarr Wermsdorf

 

Zeile 4

nach

 

Zeile 5

der gehaltenen Local Visitation

 

Zeile 6

de Anno 1618

 

Zeile 7

Wermsdorff

 

Zeile 8

Zu Wermsdorf ist eine Pfarrkirche, daselbst

 

Zeile 9

Ist Pfarrer M. Martin Nageborn Naum-

 

Zeile 10

hofensis, ist zu Leipzig ordiniert und kon-

Anm. 1

Zeile 11

firmiert 1601, den 8. Oktober investiert

Anm. 2; „investiert“ unsicher

Zeile 12

1602, den 4. Februar.

 

Zeile 13

In solche Pfarrkirche gehöret noch ein

 

Zeile 14

Dörflein mit Namen Reckwitz, gehöret zu

 

Zeile 15

Erben nach Mügeln, mit den Ober-

„Obergerichten“ unsicher

Zeile 16

richten [?] ins Amt Grimma.

 

Zeile 17

Der Pfarrhof zu Wermsdorff ge-

 

Zeile 18

höret ins Amt Muzschen, von des-

 

Zeile 19

sen Schösser anno 1601, den 22. September

Schösser (=Schulverwalter)

Zeile 20

erwähnter Pfarrer vociret wurde.

vociret (= berufen)

Zeile 21

I

 

Zeile 22

Pfarrgüter und Einkommen der

 

Zeile 23

Pfarr zu Wermsdorff

 

Zeile 24

I

 

Zeile 25

An Felde

 

Zeile 26

Pfarrgeld in allem ist nach sechzehn Schef-

 

 

 

 

 

feln

(auf Blatt 2)

 

Anm. 1: (er ist lt. Wermsdorfer Kirchengeschichte 1576 zu Naunhof als Sohn des Bürgermeisters geboren und am 25. November 1632 auf der Flucht in Torgau an der Pest gestorben)

Anm. 2: investiert (= verkündet, vorgetragen)

 

Online-Handschriftenseminar – Ein Rückblick

Beispiel Handschriftenerkennung - Wermsdorf Visitationsbericht

Am Montag, dem 31. Mai 2021 und am Dienstag dem 01. Juni 2021 fanden Online-Handschriftenseminare statt. Sie wurden vom SLK in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) durchgeführt.

Zum Online-Seminar „Schriftenkunde“ am 31. Mai von 18.00 bis 19.00 Uhr konnten 15 Heimatforschende begrüßt werden. Klaus Reichmann und Claudia Vater vom SLK übernahmen die Moderation und die technische Unterstützung des Seminars. Martin Munke von der SLUB referierte zu den Anfängen der Schriftentwicklung, die eine Zeit von der Antike bis in die Neuere Geschichte mit der Kurrentschrift abdeckte. Sein Kollege aus der SLUB, Dominik Stoltz, zeigte im zweiten Teil der Veranstaltung anhand von Beispielen die Besonderheiten von Kurrent- und Sütterlinschrift. Anhand von Beispielen und hilfreichen Internetseiten wurde das Thema verdeutlicht.

Am Folgetag nahmen von 18.00 bis 19.00 Uhr 18 Heimatforschende an der Übungsstunde teil. Dabei wurden von den Teilnehmenden mitgebrachte bzw. gezeigte Quellen bearbeitet. Klaus Reichmann vom SLK übernahm wie am Vortag die Moderation und Claudia Vater vom SLK die technische Unterstützung der Teilnehmenden. Dominik Stoltz von der SLUB gab beim Lesen der Texte Expertenrat und hilfreiche Tipps. Die Teilnehmenden unterstützten sich zudem gegenseitig rege beim Lesen der Texte und beim Recherchieren des Kontextes. Martin Munke von der SLUB leitete den Heimatforschenden weitere Links und Kontakte zur Bewältigung von Transkriptionsaufgaben weiter.

In der zusammenfassenden Befragung beider Seminare empfanden die Teilnehmenden das Format der Veranstaltung als angebracht. Dies zeigt, dass Online-Werkstätten bei den Teilnehmenden angekommen sind und sehr gern angenommen werden. Eine Weiterführung solcher Seminare wurde in Aussicht gestellt.

Links zur Schriftentwicklung
Links zur Übung
Transkriptionsdienstleister (Beispiele)
Kontakte

 

Das Leibniz-Institut für Länderkunde

Abb.: Die Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften des IfL mit der Bearbeiterin Jeanette Thiele, Foto: Kerstin Zschunke (IfL)

Das Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig (IfL) ist das einzige außeruniversitäre Forschungsinstitut der Geographie in Deutschland. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich vor allem mit Themen aus der Regionalen Geographie Mittel- und Osteuropas. Aber auch für die mitteldeutsche Heimatforschung hat das IfL einiges zu bieten. Hier sind vor allem die Bibliothek und das Archiv zu nennen, die der interessierten Öffentlichkeit zahlreiche Medien zur Verfügung stellen. Im Archiv existiert umfangreiches historisches Bildmaterial (Ansichtskarten und Fotografien), in der Bibliothek eine große Kartensammlung. In den letzten Jahren wurden verstärkt die visuellen Medien digitalisiert und im Katalog der Bibliothek frei zugänglich gemacht. Hier lassen sich zum Beispiel zahlreiche großmaßstäbige Topographische Karten aus Mitteldeutschland einsehen.

Eine weitere wichtige Quelle für die Heimatforschung bildet die „Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften“, die sich seit 2013 im Aufbau befindet und seither stark anwächst. Momentan erhält die Bibliothek laufend circa 1.600 Zeitschriften und Serien zugesandt, davon mehr als 150 aus den drei mitteldeutschen Ländern.

Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich und leiht seine Bestände aus.

Abb.: Die Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften des IfL mit der Bearbeiterin Jeanette Thiele, Foto: Kerstin Zschunke (IfL)

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Ausschnitt der Projekte des ISGV

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. (ISGV) ist ein Forschungsinstitut, das die Disziplinen Landesgeschichte und Volkskunde/Kulturanthropologie kombiniert. Es hat den Auftrag, die sächsische Geschichte in ihren historischen Räumen sowie in kulturwissenschaftlicher Perspektive die alltäglichen Lebenswelten, auch im Verhältnis zwischen regionaler Eingrenzung und kulturellem Austausch, jeweils bis zur Gegenwart zu erforschen und die Erschließung und Dokumentation der einschlägigen Quellen voranzutreiben. Als Partner des SLK werden enge Verbindungen zur Heimatforschung hergestellt. Projekte wie die Sächsische Biographie oder das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen sind nur einige der vielen interessanten Arbeiten, die das ISGV durchführt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Abb.: Ausschnitt der Projekte des ISGV, Quelle: Homepage ISGV (Stand 29.03.2021)

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland

Eine Publikation des BHU

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) hat die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaften und ihrer schützenswerten Elemente zu seinem Aufgabenschwerpunkt erklärt. Die interdisziplinär und praxisnah angelegte Arbeit des BHU umfasst u.a. folgende Themen: Kulturlandschaft, Baukultur und Denkmäler, Regional- und Alltagsgeschichte, Heimat. Das macht ihn auch für Heimatforschende im ländlichen Raum Sachsens interessant. Z.B. über dessen Broschüren, die kostenlos erworben werden können. Nähere Informationen sind hier zu erhalten.

Abb.: Eine Publikation des BHU, Foto: SLK

Die SLUB

Startseite der SLUB mit Suchfunktion

Bibliotheken sind für die heimatforschende Arbeit unerlässlich. Neben den Bibliotheken vor Ort oder im Landkreis gibt es auch größere, überregionale Bibliotheken. Eine besonders zentrale Stellung unter ihnen nimmt die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ein. Neben dem klassischen Buchformat bietet die SLUB viele Möglichkeiten an, von zuhause aus an Computer, Tablet oder Smartphone zu recherchieren. In der SLUB kann man unter anderem in den Digitalen Sammlungen, im virtuellen Kartenforum 2.0, in der Deutschen Fotothek und vielen mehr recherchieren.

Abb.: Startseite der SLUB mit Suchfunktion, Stand: 11.03.2021

Der Webauftritt Heimatforschung

Webauftritt des Heimatforschungs-Projektes

Das Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung im ländlichen Raum Sachsens“ ist auf der Homepage des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e. V. vertreten. Unter der Rubrik „Heimatforschung“ finden Sie die Abschnitte Aktuelles, Rückblick auf Veranstaltungen, unsere „Schatzkiste der Heimatforschung“ sowie Veröffentlichungen. Im Abschnitt „Aktuelles“ informieren wir über Angebote und Veranstaltungen, die wir demnächst durchführen werden sowie über Ereignisse rund um das Projekt. Im Abschnitt „Rückblick auf Veranstaltungen“ erhalten Sie eine Übersicht der vom Projekt durchgeführten Veranstaltungen. In unserer „Schatzkiste der Heimatforschung“ finden Sie Unterstützung, Hilfreiches, Hinweise und Ergebnisse der heimatforschenden Arbeit. Gern können Sie sich mit eigenen Beiträgen daran beteiligen. Melden Sie sich ganz einfach bei uns. Und im Abschnitt „Veröffentlichungen“ verweisen wir auf unsere herausgegebenen Publikationen oder Erklärvideos.

Abb.: Webauftritt des Heimatforschungs-Projektes, Stand: 09.03.2021

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Büro Kohren-Sahlis

Klaus Reichmann

Pestalozzistraße 3
04654 Frohburg OT Kohren-Sahlis

Telefon: 0 34 344 / 64 81 2
Fax: 03 43 44 / 6 48 11
e-Mail: heimatforschung@slk-miltitz.de

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Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Wir Bedanken uns für die Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung.