Bildungsseminar Schmilka 14.04.2026

Das Bildungsseminar und die Netzwerkveranstaltung in Schmilka (Sächsische Schweiz) boten Einblicke in das perfekte Zusammenspiel zwischen bio-regionaler Erzeugung, Gastronomie und Beherbergung.

Mit großem Interesse verfolgten am 14. April 2026 tschechische und sächsische Erzeuger, Gastronomen und Vertreter von Tourismusbranche und Regionalmanagements die Ausführungen von Sven-Erik Hitzer, dem Initiator des „BIO- und Nationalpark Refugiums“ in Schmilka. Der Veranstaltungsort zeigte wie kein anderes Beispiel, wie das Zusammenspiel zwischen bio-regionaler Erzeugung, Gastronomie und Beherbergung sowie grenzüberschreitendem Tourismus funktionieren kann. Das kleine Dorf Schmilka, mitten im Nationalpark Sächsische Schweiz an der Grenze zu Tschechien und direkt an der Elbe gelegen, wurde in den letzten 30 Jahren nach und nach zum Bio-Refugium entwickelt. Nachhaltigkeit, Regionalität und die Herstellung eigener Bio-Produkte werden hier in einem ganzheitlichen Konzept, welches eine Mühle, eine Bäckerei, eine Brauerei, ein Café mit Konditorei, drei Gaststätten, verschiedene Gästehäuser, ein Badehaus, einen Fahrrad- und Bootsverleih sowie einen Gemüse- und Kräutergarten umfasst, umgesetzt. Aus erster Hand erfuhren die Teilnehmer der Veranstaltung, welcher Anstrengungen es bedurfte, entlang der gesamten Wertschöpfungskette Produkte zu etablieren, die nach ökologischen Standards erzeugt werden.
Best Practice-Beispiele aus Tschechien stellte Kateřina Urbánková vom tschechischen Verband der BIO-Erzeuger (ProBIO) vor. André Meyer, Eigentümer der Beckenbergbaude in der Oberlausitz, berichtete von seinen Erfahrungen auf dem Weg zum 1. Bio-Berggasthof in Sachsen. Wie erfolgreiche Netzwerkarbeit in der Region geleistet wird, erläuterte Silke Gorny vom Verein Landschaf(f)t Zukunft. Bei einer anschließenden Führung durch das Refugium in Schmilka konnten die Teilnehmer das zuvor beschriebene Konzept vor Ort in Augenschein nehmen und sich selbst von dessen Erfolg überzeugen. Sowohl die einzelnen Beiträge als auch die Führung lieferten allen Interessierten wichtige Informationen, wie ein grenzübergreifender Genusspfad konzeptioniert werden könnte und welche Vorteile er hätte.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden gemeinsam die Potenziale für einen grenzüberschreitenden (Bio)-Genusspfad erörtert. Das Fazit lautete, dass alle Beteiligten eine weitere Zusammenarbeit zur Initiierung eines Sächsisch-tschechischen (Bio)-Genusspfades unterstützen. In der Diskussion wurde deutlich, dass noch zahlreiche Fragen zu einer konkreten Umsetzung zu klären sind und es weiterer Partner bedarf. Dazu gehören vor allem Akteure der Tourismusbranche, welche einen nachhaltigen, grenzüberschreitenden Tourismus stärken wollen.

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Fachkonferenz Liberec 02.02.2026

Fachkonferenz

Eine Fachkonferenz setzte Impulse für Kooperationen zwischen BIO-Erzeugern und Gastronomie im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet sowie grenzüberschreitendem Tourismus.

Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Tourismus tauschten sich am 2. Februar 2026 bei einer Fachkonferenz in Liberec zu den Potenzialen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen BIO-Erzeugern und der Gastronomie im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Tschechien aus. Zur Veranstaltung am Sitz der Bezirksverwaltung Liberec hatten das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) gemeinsam mit dem tschechischen Verband Pro BIO eingeladen. Die Beiträge mit Analysen und Erfahrungsberichten zeigten vielfältige Perspektiven und die anschließende Podiumsdiskussion bestätigte das Projektvorhaben. Sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer waren überzeugt, dass das Projekt einen Beitrag leisten kann, die touristisch reizvolle Grenzregion für die dort lebenden Menschen und Gäste noch attraktiver zu machen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Nicht erst beim Netzwerken wurde deutlich, dass die Bedarfe und Herausforderungen auf beiden Seiten der Grenze ganz ähnlich sind und Lösungen hier wie da angeboten werden können. Vlastimil Zedek von der Abteilung für Umwelt- und Ökolandbau im Tschechischen Landwirtschaftsministerium bekräftigte in seinem Vortrag die besondere Unterstützung des Vorhabens durch sein Ressort. Beate Wunderlich, Referentin für Ökolandbau im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erklärte: „Bio-regionaler Genuss funktioniert in Sachsen und Tschechien – und ganz besonders gemeinsam. Die Fachkonferenz in Liberec bot hierzu hochkarätige Impulse für die Gastronomie und das Übernachtungsgewerbe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, die nächsten Schritte für einen „sächsisch-tschechischen Bio-Genusspfad“ miteinander zu gehen, um die Attraktivität des Grenzraums zu nutzen“.

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Weitere Informationen

Kontakt

Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V.

Patrick Forker

Kurze Straße 8
01920 Nebelschütz OT Miltitz

Tel.: 035796 / 971-29
E-Mail: gkk@slk-miltitz.de

Förderung

Das Projekt "Sächsisch-tschechischer BIO-Genusspfad" wird mitfinanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Kleinprojektfonds Interreg Sachsen-Tschechien 2021-2027.