Winter-Werkstatt: Mehr Artenvielfalt in Kommunen
In vielen Städten und Dörfern sind Schmetterlinge, Wildbienen und Heuschrecken längst verschwunden – und das, obwohl zahlreiche Grünflächen nicht für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Diese Flächen bieten großes Potenzial als Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Insektenarten. Insbesondere im Siedlungsbereich spielen Bäume eine entscheidende Rolle für das Stadtklima. Sie filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft, kühlen durch Beschattung und Wasserverdunstung heiße Sommertage und bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere.
Wie die Förderung der Artenvielfalt in Kommunen erfolgreich gestaltet werden kann, wurde kürzlich im Kulturhaus Laubusch bei einer Winter-Werkstatt erörtert. Über 20 Experten sowie Vertreter aus Kommunen und kommunalen Einrichtungen tauschten sich aus. Die Veranstaltung wurde vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) in Zusammenarbeit mit der Stadt Lauta und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung organisiert.
Dr. Matthias Nuß, Abteilungsleiter der Senckenberg-Gesellschaft in Dresden und Insekten-Experte, führte im Hauptvortrag in das Thema ein. Dabei stellte er das landesweite Projekt „Natur vor der eigenen Haustür – iNUVERSUMM“ vor. Antje Weiß von der Stadtverwaltung Lauta präsentierte praxisnahe Beispiele aus dem Kompensationsflächenmanagement. Die Impulsvorträge bildeten die Grundlage für intensive Diskussionen, in denen Erfahrungen ausgetauscht und fallweise konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet wurden.
Marko Klimann, Geschäftsführer des SLK, betonte die Wichtigkeit, die Arbeit im Bereich der Artenvielfalt in Kommunen auch in Zukunft fortzusetzen. Die Teilnehmer der Winter-Werkstatt waren sich einig, im Jahr 2027 wieder eine Winter-Werkstatt durchzuführen – dann voraussichtlich in einer Kommune im Landkreis Meißen.
Als Ansprechpartner steht SLK-Mitarbeiter Sebastian Klotsche unter 035796 97124 oder per E-Mail an regional@slk-miltitz.de gern zur Verfügung.