Gemeine Nachtkerze – Schönheit, Delikatesse und Heilpflanze - Heilkräuterfachsymposium 2026
Unter diesem Titel fand am Dienstag, dem 2. Juni 2026, im Roten Saal des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau das diesjährige Heilkräuter-Fachsymposium statt. Mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Veranstaltung. Eingeladen hatten das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) und der Verein NHV Theophrastus.
Im Mittelpunkt stand die „Heilpflanze des Jahres“ 2026, die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis). Die auffällig gelb blühende Pflanze ist sowohl in Gärten als auch an Wegrändern und Böschungen verbreitet. Charakteristisch ist das Öffnen ihrer Blüten in den Abendstunden, worauf auch ihr Name zurückzuführen ist.
Sie gilt als vielseitig nutzbar – sowohl in der Ernährung als auch in der Naturheilkunde. Besonders das aus den Samen gewonnene Nachtkerzenöl findet Anwendung bei Hautproblemen wie Ekzemen und trockener Haut. Die Wurzel ist im ersten Jahr ähnlich wie Schwarzwurzel zu verwenden.
Floristmeisterin Antje May aus der Gärtnerei Gruschwitz in Neustadt/Sachsen betrachtete Anbau und Inhaltsstoffe der Nachtkerze, zur Anwendung in der medizinischen und naturheilkundlichen Praxis referierte Dana Lenk, Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie, Homöopathie und Naturheilverfahren aus Chemnitz.
Aber auch kulinarische Extras aus Teilen der Nachtkerze bekamen die Anwesenden zum probieren – Vollwertköchin und Ernährungsberaterin Kerstin Mickan überraschte mit kreativen Rezeptideen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildet die traditionelle Präsentation der „Heilpflanze des Jahres“ 2027 durch den Verein NHV Theophrastus. Es ist der Beinwell (Symphytum), vorgestellt durch Konrad Jungnickel.
Zum Abschluss konnten die Teilnehmer an einer abendlichen Führung durch den Klostergarten teilnehmen.
Pressemitteilung des NHV Theophrastus
DER ECHTE BEINWELL IST HEILPFLANZE DES JAHRES 2027
Seine Stärken sind Stabilisieren und Zusammenfügen. Der NHV Theophrastus gibt ihn für 2027 als „Heilpflanze des Jahres“ bekannt.
Im Namen der Jury des Vereins NHV Theophrastus gab Konrad Jungnickel am 2. Juni 2026 auf dem Heilkräuter-Fachsymposium in Panschwitz-Kuckau den Echten Beinwell (Symphytum officinale) als „Heilpflanze des Jahres“ für 2027 bekannt. Damit fiel die Wahl auf eine traditionell anerkannte Heilpflanze, welche bei Verletzungen und Schmerzen im Bewegungsapparat zur Anwendung kommt.
„Paracelsus nannte ihn den großen Festmacher – Consolida major. Besser kann man das nicht zusammenfassen“, meint Heilpraktiker und Physiotherapeut Konrad Jungnickel. Das Zusammenspiel seiner vielfältigen Inhaltsstoffe gewährleistet Schmerzlinderung, Schutz vor Entzündungen und rasche Wundheilung. „Diese fein abgestimmte Orchestrierung von Kieselsäure, Allantoin, B-Vitaminen und all den anderen enthaltenen Wirkstoffen stärkt Bindegewebe und Muskeln. Das betrifft somit unser gesamtes körperliches Grundgerüst.“
Der NHV Theophrastus erhofft sich mit der Nominierung des Beinwells neue Impulse hinsichtlich der Anerkennung bewährter Therapien. Der gemeinnützige Verein wünscht sich ein Zusammenwachsen von Schulmedizin und Naturheilkunde zum Wohle jedes Einzelnen sowie der Gesellschaft.