Fachkonferenz setzt Impulse für Kooperationen zwischen BIO-Erzeugern und Gastronomie
Rund 30 Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Tourismus haben am 2. Februar 2026 bei einer Fachkonferenz in Liberec Potenziale der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen BIO-Erzeugern und der Gastronomie im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Tschechien diskutiert. Das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) hatte gemeinsam mit dem tschechischen Verband Pro BIO zur Veranstaltung an den Sitz der Bezirksverwaltung Liberec eingeladen.
Die verschiedenen Beiträge mit Analysen und Erfahrungsberichten zeigten vielfältige Perspektiven und die anschließende Podiumsdiskussion bestätigte das Projektvorhaben. Sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer sind überzeugt, dass das Projekt einen Beitrag leisten wird, die touristisch reizvolle Grenzregion für die dort lebenden Menschen und Gäste noch attraktiver zu machen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Vlastimil Zedek von der Abteilung für Umwelt- und Ökolandbau im Tschechischen Landwirtschaftsministerium bekräftigte in seinem Vortrag die besondere Unterstützung des Vorhabens durch sein Ressort. Beate Wunderlich, Referentin für Ökolandbau im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erklärte: „Bio-regionaler Genuss funktioniert in Sachsen und Tschechien – und ganz besonders gemeinsam. Die Fachkonferenz in Liberec bot hierzu hochkarätige Impulse für die Gastronomie und das Übernachtungsgewerbe. Die Teilnehmenden waren sich einig, die nächsten Schritte für einen sächsisch-tschechischen Bi-Genusspfad miteinander zu gehen, um die Attraktivität des Grenzraums zu nutzen“.
Nicht erst beim Netzwerken zum Abschluss der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Bedarfe und Herausforderungen auf beiden Seiten der Grenze ganz ähnlich sind und Lösungen hier wie da angeboten werden können. Mit viel Interesse wurde die Ankündigung einer zweiten grenzüberschreitenden Veranstaltung im April aufgenommen, bei der es dann ganz praktisch werden soll, wenn Best Practice-Beispiele in Augenschein genommen werden können. Ort und Zeit dafür werden durch das SLK zeitnah bekanntgegeben.
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Die Veranstaltung wird im Rahmen der Projektinitiative „Sächsisch-tschechischer BIO-Genusspfad“ durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung über das Kooperationsprogramm INTERREG Sachsen-Tschechien 2021-2027 kofinanziert und durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) sowie das Tschechische Landwirtschaftsministerium (MZE) unterstützt.
Mit dem Projekt wird beabsichtigt, die Attraktivität der touristischen Angebote im Grenzraum durch eine Verknüpfung mit BIO-Angeboten und deren wirksame Vermarktung zu steigern. In Abstimmung mit dem SMUL sowie dem MZE sollen durch die Projektpartner gemeinsame Lösungen gesucht werden, um eine grenzüberschreitende Vermarktung in Form eines „Genuss-Pfades“ zu ermöglichen.