Interview mit Herrn Pfarrer Gutsche

Herr Pfarrer Gutsche, Sie sind in Vorbereitung des 21. Sächsischen Landeserntedankfestes als Sprecher der Arbeitsgruppe Kirchen berufen worden und haben sich auch dankenswerter Weise bereit erklärt diese Aufgabe zu übernehmen. Wer arbeitet in der Arbeitsgruppe mit und vor welche besonderen Herausforderungen sahen Sie sich gestellt?
In der Arbeitsgruppe arbeiten mein katholischer Kollege Norbert Gatz und ich als geistliche Vertreter unserer Gemeinden. Der CVJM Coswig ist ebenfalls beteiligt. Ein Vertreter der Stadtverwaltung ist dabei, ebenso Vertreter vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum.
Wir waren von Anfang an in die Planungen sehr intensiv eingebunden. Es stand sehr zeitig fest, dass unsere Räume, sowohl die Kirche als auch das Gemeindezentrum in den Planungen eine wichtige Rolle spielen würden.

Die Evangelische Stadtkirche liegt im Zentrum. Was erwartet die Gäste hier und welche Angebote können Sie in anderen Kirchen bzw. anderen Kirchgemeinden besuchen?
Die Peter-Pauls-Kirche ist von Dienstagabend bis Sonntag der Ausstellungsort für den Wettbewerb um die schönste Erntekrone und den schönsten Erntekranz Sachsens, den der Sächsische Landfrauenverband federführend organisiert. Das wird sicher sehr eindrucksvoll, die vielen Exponate im Altarraum der Kirche zu bewundern. Von Mittwoch bis Samstag gibt es, ebenfalls mit den Sächsischen Landfrauen, in und um die Kirche eine Reihe von Workshops zu landwirtschaftlichen Themen für Schülerinnen und Schüler.
Es wird am 12. September 2018 ein Kinderfest geben, das auch durch uns mitgestaltet wird. Die historisch wertvolle Alte Kirche ist in der Woche für Besucher geöffnet. Im Gemeindezentrum gibt es das Landfrauencafé. Dort wird es am 12. September um 18.30 Uhr auch eine Gesprächsveranstaltung geben. Thema: „Bienen – Lebensräume – und wir“. Am 13. September zeigt die katholische Gemeinde in ihrem Gemeindezentrum den Film „We Feed the World“ (A, 2006).

Der Ökumenische Erntedankfestgottesdienst am Sonntag um 9:30 Uhr ist ein Höhepunkt des Landeserntedankfestes. Erntedank ist ein Fest, das christliche Werte prägt. Was würden Sie aus diesem Hintergrund den Besuchern gern sagen?
Das Erntedankfest erinnert uns daran, dass nichts selbstverständlich ist. Unser Leben, auch unser Wohlstand, verdankt sich nicht nur unserer eigenen Möglichkeiten. Das, was wir wirklich zum Leben brauchen, können wir uns letztlich nicht selbst geben. Wir glauben, dass wir das Gott verdanken. Und in diesem Sinn auch „Danke“ sagen sollen. Dieses „Danke“ wiederum erinnert uns daran, dass wir für unsere Lebensverhältnisse eine Verantwortung haben. Was uns geschenkt wurde, soll von uns auch verantwortlich genutzt werden. Deshalb ist eine gewisse Nachdenklichkeit an diesem großen Fest durchaus auch angebracht. Dank heißt aber auch: wir können und sollen uns freuen. Das können die Besucherinnen und Besucher in diesem Gottesdienst ganz sicher auch erleben. 

Herr Pfarrer Gutsche, abschließend gestatten Sie eine persönliche Frage. Was möchten Sie mit ihrer Familie zum Landeserntedankfest unbedingt besuchen und worauf freuen Sie sich besonders?
Ich bin sehr gespannt auf die Ausstellung um die schönste Erntekrone und den schönsten Erntekranz Sachsens in der Peter-Pauls-Kirche. Das Programm in der Stadt ist ganz vielfältig. Es werden viele Besucherinnen und Besucher zu uns kommen, es wird viele Gelegenheiten zu Begegnungen geben. Darauf freue ich mich sehr.

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