Bischofswerda sagt ''Auf Wiedersehen'' - ''Herzlich Willkommen'' in Auerbach
Das 12. Sächsische Landeserntedankfest in Bischofswerda war ein Zuschauermagnet.
Einen großen Besucheransturm erlebte das 12. Sächsische Landeserntedankfest, das vom 11. bis 13. September 2009 in Bischofswerda (Landkreis Bautzen) stattfand. Über 70.000 kamen an dem Wochenende auf das Festgelände. Die Zahl beweist, dass Sachsens größtes Erntedankfest auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen wurde. Das freute insbesondere den Schirmherrn der Veranstaltung, den Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer. Er dankte den Organisatoren des Festes, der Stadt Bischofswerda, dem Landkreis Bautzen und dem Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK), für die Vorbereitung und Durchführung. Unterstützt wurden sie tatkräftig von Bürgern, Vereinen, Verbänden, Kirchen, Schulen, Institutionen und Behörden der Stadt, der Region und aus dem ländlichen Raum. Der Bischofswerdaer Oberbürgermeister Andreas Erler freute sich, dass die geplante Besucherzahl von 50.000 überboten werden konnte. Michael Harig, Landrat des Landkreises Bautzen, und SLK-Geschäftsführer Peter Neunert dankte den Bischofswerdaer Einwohnern, die hervorragende Gastgeber waren.
Mehrere tausende Gäste besuchten bereits am Freitagabend das 12. Sächsische Landeserntedankfest. Höhepunkt war die feierliche Eröffnungsveranstaltung im Festzelt auf dem Altmarkt. Mit dem Aufziehen des Erntekranzes, dem Verteilen des Erntebrotes und dem Anstich des Erntedankfestbieres wurde das Landeserntedankfest offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Andreas Erler und der 1. Vorsitzende des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e.V., Pfarrer Dr. Heiko Franke, hießen alle herzlich willkommen und wünschten den Gästen angenehme und erlebnisreiche Tage. Landrat Michael Harig und Kreishandwerksmeister Joachim Winter, Dachdeckermeister aus Wittichenau, richteten ebenfalls Grußworte an die Besucher. Die Kreishandwerkerschaft Bautzen ist mit Innungsfahnen zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung zusammen mit den Bischofswerdaer Spielleuten und der Schiebockparade der Werbegemeinschaft Bischofswerda in das Festzelt auf dem Altmarkt eingezogen und sorgten so für ein buntes Bild. Während der Veranstaltung präsentierte der stellvertretende Kreishandwerksmeister und Obermeister der Bäckerinnung Westlausitz, Roland Ermer, die anlässlich des Landeserntedankfestes gebackenen Erntebrote. Sie wurden in die Christuskirche gebracht und dort auf den Altar gelegt. Darüber hinaus verteilte die Bäckerinnung im Festzelt Brot an die Besucher der Eröffnungsveranstaltung.
Staatsminister Frank Kupfer lud ebenfalls zum Erntedank feiern ein. ''Die sächsische Landwirtschaft bleibt ein Wirtschaftszweig mit Perspektive und ist und bleibt ein attraktives Berufsfeld. Mit 42.3000 Beschäftigten ist und bleibt die sächsische Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Das Landeserntedankfest ist ein guter Anlass, dies zu feiern und die Leistungen der sächsischen Landwirte zu würdigen! Das Landeserntedankfest findet jedes Jahr in einem anderen Ort statt. Wir wollen damit das Vertrauen der Verbraucher in einheimische Produkte fördern und unsere Dörfer in Sachsen als attraktiven Lebensraum vorstellen'', so der Staatsminister. Er freute sich auf ein erlebnisreiches Wochenende in Bischofswerda und auf interessante Begegnungen.
Während der Eröffnungsveranstaltung zeichneten Staatsminister Frank Kupfer und Oberbürgermeister Andreas Erler auch die Gewinner des Schaufensterwettbewerbes der Werbegemeinschaft aus. Gesucht war das schönste zum Thema Landeserntedankfest gestaltete Schaufenster. Die Preise gingen an das Blumenhaus Simke, Drogerie Winter und die Firma Issitec. Kulturell umrahmt wurde die Eröffnungsveranstaltung durch die Blaskapelle Horjany und die Gruppe Taifun.
Zum 12. Sächsischen Landeserntedankfest in Bischofswerda wurde kräftig Werbung für die mehr als 100 Veranstaltungen zum ''Tag der Regionen'' in Sachsen gemacht. Neben der Verteilung der Programmhefte durch das SLK stellten am Samstagnachmittag Vertreter von Aktionen aus den Direktionsbezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig im Rahmen der Veranstaltung ''Menschen, Dörfer, Traditionen - buntes Unterhaltungsprogramm aus den ländlichen Regionen Sachsens'' im Beisein von Staatsminister Frank Kupfer im großen Festzelt auf dem Altmarkt ihre Veranstaltungen näher vor. Dies waren unter anderem Dr. Viola Hess vom Naturpark Muldenland e.V., Hartmut Decker vom Erzgebirgischen Netzwerk für erneuerbare Energie e.V. und Dr. Wolfram Leunert, 1. Beigeordneter des Landkreises Bautzen. Der ''Tag der Regionen'' in Sachsen wird koordiniert und öffentlichkeitswirksam nach außen getragen durch das SLK im Auftrag und mit Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Nähere Informationen zu dem bundesweiten Aktionstag und zu den Veranstaltungen in Sachsen sind im Internet unter www.tagderregionen-sachsen.de zu finden.
Einer der Höhepunkte des 12. Sächsischen Landeserntedankfestes war der ökumenische Erntedankfestgottesdienst in der Christuskirche am Sonntagvormittag. Ihn zelebrierten Pfarrer Dr. Tobias Mickel von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Bischofswerda, Pfarrer Christoph Behrens von der Römisch-Katholischen Pfarrei St. Benno Bischofswerda und Pfarrer Dr. Heiko Franke. Für die musikalische Umrahmung sorgten der aus Anlass des Landeserntedankfestes gegründete ökumenische Chor mit rund 30 Mitwirkenden, der von der Band der Katholischen Kirchgemeinde Bischofswerda sowie Mitgliedern der Posaunenchöre Bischofswerda und Putzkau begleitet wurde. Über 700 Gäste haben am ökumenischen Erntedankfestgottesdienst teilgenommen, unter ihnen der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, und Staatsminister Frank Kupfer. Das zeigt, wie wichtig vielen Menschen das bewusste Danken ist. Sie wollen Gott dankbar sein für die guten Gaben, die er uns durch seien Schöpfung schenkt. Sie wollen aber auch jenen dankbar sein, die Nahrungsmittel produzieren und Jahr für Jahr die Ernte einbringen. Allen Besuchern wird der Gottesdienst bestimmt lange in guter Erinnerung bleiben.
An den ökumenischen Erntedankfestgottesdienst schloss sich traditionell die Erntekronen-Gala an. Während dieser bekam Ministerpräsident Stanislaw Tillich die schönste Erntekrone Sachsens durch die Vorsitzende des Sächsischen Landfrauenverbandes e.V., Hiltrud Snelinski, überreicht. Der Ministerpräsident bedankte sich bei den Landfrauen für die Krone und für ihr Engagement bei der Organisation und Durchführung des Wettbewerbes um die ''Schönste Erntekrone'' und den ''Schönsten Erntekranz''. Durch diesen Wettbewerb würden nicht zuletzt im ländlichen Raum alte Traditionen liebevoll gepflegt. Die von vielen tüchtigen Menschen in ihrer knappen Freizeit gebundenen Erntekronen und Erntekränze seien hierfür ein schönes Beispiel. Darüber hinaus dankte Stanislaw Tillich allen Menschen im ländlichen Raum Sachsens für ihre erbrachten Leistungen und warb für den Kauf einheimischer Produkte. ''Damit können wir am besten unsere Landwirte unterstützen und einen entscheidenden Beitrag für die Anerkennung ihrer Arbeit leisten. Belohnt werden wir Verbraucher mit qualitativ hochwertigen, umweltgerecht erzeugten sächsischen Lebensmitteln, die wir täglich genießen können und deren Herkunft nachvollziehbar ist'', sagte der Ministerpräsident. Auch im hochtechnisierten 21. Jahrhundert sei die Erwirtschaftung unseres täglichen Brotes keine Selbstverständlichkeit. ''Die Landwirte leisten nach wie vor harte Arbeit, und dafür möchte ich ihnen und den Landfrauen herzlich danken. Sie sind es, die die Felder bestellen, das Vieh füttern und die Ernte einbringen. Und oft genug stellen sie sich darüber hinaus bei Wind und Wetter auf die Märkte, um die Früchte ihrer Arbeit zu verkaufen. Darüber hinaus setzen schwankende Marktpreise unseren Landwirten zu und verunsichern sie'', so Stanislaw Tillich. Sächsische Produkte seien ihren Preis wert. ''Die sächsischen Landwirte können sich auch in Zukunft auf die Unterstützung durch die Staatsregierung verlassen. Ich versichere ihnen, dass wir ein verlässlicher Partner bleiben'', sagte der Ministerpräsident. An der Erntekronen-Gala im Festzelt auf dem Altmarkt nahmen auch Umwelt und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer und weitere Ehrengäste teil.
Der Sächsische Landfrauenverband führte zum Landeserntedankfest in Bischofswerda seinen 16. Wettbewerb um die ''Schönste Erntekrone'' und den ''Schönsten Erntekranz'' Sachsens durch. Insgesamt wurden 23 Kronen und 14 Kränze, allesamt kunstvoll gestaltet, dazu eingereicht. Das ist neuer Teilnehmerrekord. Nach Bewertung durch die Fachjury ging der Preis für die schönste Krone in diesem Jahr an den Sorbischen Dorfverein ''Domizna'' aus Crostwitz, der für den schönsten Kranz an den Ortsverein aus Wildenhain. Die Besucher der Ausstellung sahen es genau so, so dass die Preise für den Publikumsliebling auch nach Crostwitz und Wildenhain gingen. Gäste der feierlichen Prämierungsveranstaltung am Samstagnachmittag in der Christuskirche waren unter anderem Staatsminister Frank Kupfer, Landrat Michael Harig, Oberbürgermeister Andreas Erler und die Vizepräsidentin des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V., Claudia Lohmann, die den Präsidenten Wolfgang Vogel vertrat.
Zur Abschlussveranstaltung am Sonntagnachmittag überreichte Maria Michalk, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Patricia Wissel, Mitglied des Sächsischen Landtages, zusammen mit Oberbürgermeister Andreas Erler die Staffelkrone des Landeserntedankfestes und die Urkunden mit den Wappen aller bisherigen Veranstaltungsorte an Manfred Deckert, Oberbürgermeister der Stadt Auerbach im Vogtland. Auerbach wird im nächsten Jahr vom 10. bis 12. September Gastgeber des 13. Sächsischen Landeserntedankfestes sein. Mit einem lautstarken Auftritt des 1. Vogtländischen Schalmeienzuges Auerbach e.V. stellte sich die neue Gastgeberstadt in Bischofswerda schon einmal vor. Mitglieder des Heimatvereines Rebesgrün fuhren die Staffelerntekrone mit einem passend geschmückten Schubkarren aus dem Festzelt. Oberbürgermeister Manfred Deckert und einige seiner Mitarbeiter hatten sich das ganze Wochenende ein Bild vom Landeserntedankfest gemacht.
Das Landeserntedankfest bot für jeden etwas. Ein ganz besonderer Höhepunkt dabei war der große Festumzug mit über 1.000 Beteiligten am Sonntagnachmittag. Ausgewählte Kapellen, Kultur- und Tanzgruppen, Chöre, Ensembles und Künstler aus der Region und dem Freistaat Sachsen sorgten für ein unterhaltsames Kulturprogramm. Einfach top, wenn um die Einstimmung auf den Erntetanz geht, ist die Showtanzgruppe ''Con moto'' des Heimat- und Kulturringes Wittichenau/Kulow e.V. Die Besucher im Festzelt waren somit schon in der richtigen Stimmung, bevor die Leipziger Band ''Dreamtime'' zum Erntetanz aufspielte. Auch zwischen einzelnen Musikblöcken zeigten die attraktiven Tänzerinnen ihr Können. Am Sonntag begeisterte die ''Magic Dance Crew'' des Heimat- und Kulturringes mit einer perfekten Show die Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt. Zusammen mit dem Landespolizeiorchester Sachsen und dem 1. Vogtländischen Schalmeienzug Auerbach e.V. sorgten sie für das passende kulturelle Rahmenprogramm der Abschlussveranstaltung.
Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie waren mit einem Gemeinschaftszelt vor Ort. Sie informierten unter anderem über nachwachsende Rohstoffe und die Sächsische Energieagentur SAENA. Im Lutherpark organisierte die Außenstelle Kamenz des Landesamtes eine Tierschau. Gleich nebenan stellten sich der Staatsbetrieb Sachsenforst, der Forstbezirk Oberlausitz und seine Partner vor. Technikinteressierte konnten alte und neue Landtechnik bestaunen. Übrigens, die im Rahmen der Präsentation von Sachsenforst entstandene große Holzbank wird auf dem neuen Spielplatz im Lutherpark ihren Platz finden.
Im gesamten Festgelände gab es Angebote für Kinder und Familien. Vereine und Verbände aus dem ländlichen Raum, der sozialen Arbeit, der Landwirtschaft und des Landtourismus präsentierten sich und ihre Arbeit. Der große Handwerker- und Bauernmarkt, zu dem auch ein Markt mit mittelalterlichem Flair gehörte, lud zum Bummeln, Verweilen und natürlich Kaufen ein. Viele Direktvermarkter beteiligten sich. Die Besucher des Landeserntedankfestes konnten sich davon überzeugen, dass die Lausitz schmeckt. Auf dem Markt waren Unternehmen mit ihren regionalen und saisonalen Produkten zu finden, die sich am Netzwerk ''Die Lausitz schmeckt'' beteiligen, so zum Beispiel die MKH Agrar-Produkte GmbH Wittichenau mit ihrer Krabat-Milchwelt Kotten, die ihre Käse- und Milchprodukte anbot, die Schäferei Martin Just Cunnewitz und der Ziegenhof ''Buchholzmühle'' Jiedlitz. Sie hatten auch Produkte von Netzwerkpartnern mit im Angebot, wie frisches Leinöl von der Lausitzer Ölmühle Schkommodau GmbH & Co. KG Hoyerswerda. Die regionale Wertschöpfung steht beim Netzwerk ''Die Lausitz schmeckt'' im Vordergrund. Dass die ''Lausitz schmeckt'', fanden auch die Ehrengäste des Landeserntedankfest, unter ihnen Staatsminister Frank Kupfer, und die Landsenioren aus Polen und Tschechien, die zum 10. Sächsischen Landseniorentag nach Bischofswerda gekommen waren. Sie konnten am Samstagmittag Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl im Hinterhof von Apotheker Reiner Klotsche, der passend als Kartoffelhof hergerichtet war, genießen. Das schmackhafte Mittagessen zubereitet haben Tobias Kockert und seine Mitarbeiterinnen von der MKH Wittichenau. Dafür an dieser Stellen noch einmal ein großes Dankeschön, ebenso an Apotheker Reiner Klotsche und seine Frau, die für das Mittagessen ihren Hinterhof zur Verfügung stellten.
Der traditionell im Rahmen des Sächsischen Landeserntedankfestes stattfindende Landseniorentag des Landseniorenverbandes Sachsen e.V. stand dieses Jahr ganz im Zeichen des zehnten Jahrestages. Das war natürlich ein Grund zum Feiern, bot aber auch Gelegenheit zum Rückblick auf eine erfolgreiche Arbeit. Im Speisesaal der Lebenshilfe für geistig behinderte Menschen e.V. in Bischofswerda hatten sich sächsische Landsenioren und Gäste am 12. September 2009 eingefunden, darunter auch Senioren aus Polen und Tschechien. Dieser Austausch über Ländergrenzen hinweg gehört seit Jahren zur erfolgreichen Arbeit der Landsenioren. Günter Mielke, Vizepräsident des Landseniorenverbandes, konnte als Ehrengäste unter anderem Staatsminister Frank Kupfer, Oberbürgermeister Andreas Erler, Claudia Lohmann und Pfarrer Dr. Heiko Franke begrüßen. Ausführlichere Informationen zum 10. Sächsischen Landseniorentag sind im Beitrag ''Zehn Jahre Landseniorenarbeit im Freistaat Sachsen - ein erfolgreicher Weg'' zu finden.
Der Sächsische Fleischer-Innungs-Verband beteiligte sich ebenfalls am Landeserntedankfest. Die Erlöse aus dem Verkauf der über 120 Meter langen Knacker-Kette gingen an den Tierpark Bischofswerda.
Bereits seit Mittwoch fand im Rahmen des 12. Sächsischen Landeserntedankfestes in Bischofswerda ein Internationales Jugendtreffen statt. Insgesamt 30 Schüler, die aus den Landwirtschaftsschulen in Biedrzychowicach (Polen) und Jablonec nad Nisou (Tschechien) kamen, besuchten in den fünf Tagen im Rahmen von Exkursionen Unternehmen aus den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft in der Region und informieren sich über den ländlichen Raum Sachsens. So waren sie bei der ROTH Umwelttechnik GmbH in Bischofswerda und der Krabat-Milchwelt der MKH Agrarprodukte GmbH Wittichenau in Kotten zu Gast. Sie erfuhren, dass sich die MKH mit ihren Produkten wie viele andere Unternehmen am Netzwerk ''Die Lausitz schmeckt'' beteiligt. Dieses Netzwerk entstand auf Initiative von regionalen Erzeugern und Verarbeitern und mit Unterstützung des SLK. Des Weiteren besichtigten sie Schwarzkollm, das in diesem Jahr beim Wettbewerb ''Unser Dorf hat Zukunft'' auf Landesebene den dritten Platz belegte und sich als ''Krabatdorf'' an der Initiative ''Sachsens Themendörfer'' beteiligt, und die Krabat-Mühle im Ort. Untergebracht waren die Jugendlichen im Gästehaus des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks in Demitz-Thumitz. Bürgermeistern Gisela Pallas begrüßte die Gäste aus Polen und Tschechien und führte sie durch den Ort. Demitz-Thumitz beteiligt sich als ''Granitdorf'' ebenfalls an der Initiative ''Sachsens Themendörfer''. In Bischofswerda begrüßte Oberbürgermeister Andreas Erler die Jugendlichen. Weiterhin standen Besuche der Agram Landtechnikvertriebs GmbH in Burkau und des Ernährungs- und Kräuterzentrums des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau auf dem Programm, ebenso ein Stadtrundgang durch Bautzen mit Besuch des Senfmuseums. Am Wochenende waren die Schüler Gäste des Landeserntedankfestes. Die Organisation des Internationalen Jugendtreffens lag in den Händen des SLK. Gefördert und unterstützt wird es durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das SLK führt bereits seit 1993 diese Internationalen Jugendtreffen durch, mit dem Ziel, Jugendliche aus unseren Nachbarländern näher zusammen zu bringen. Sie sollen den ländlichen Raum Sachsens kennen lernen, sich über Möglichkeiten junger Menschen in ländlichen Gebieten, insbesondere zu Entwicklungschancen in Beruf und Gesellschaft, und über Kultur und Tradition informieren und austauschen.
Bischofswerda war am ganzen Landeserntedankfest-Wochenende Spiegelbild der Leistungen der Menschen aus dem ländlichen Raum. Das Gelingen der Veranstaltung ist vor allem den vielen Helfern zu verdanken, die in unzähligen Arbeitsstunden an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung beteiligt waren. Dank an Polizei, Sicherheitsdienst, Feuerwehr und Medizinische Hilfe, die an allen drei Tagen vor Ort waren, und denjenigen, die unauffällig im Hintergrund mit anpackten und halfen. Ein Dankeschön allen Partnern und Sponsoren, insbesondere dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Den Kirchgemeinden von Bischofswerda, die zum Gelingen des Landeserntedankfestes beigetragen haben, recht herzlichen Dank und ein ''Gott vergelts''.
Dirk Raffe
Öffentlichkeitsarbeit

