Sächsisches Landeskuratorium
Ländlicher Raum e.V.

Auf den Spuren von Seume und Ringelnatz

Zusammen mit Werner Rellecke (2. von rechts) von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung besichtigten die Senioren aus der Lausitz im Rahmen der Exkursion die Klosterkirche in Grimma.

Es ist eine gute Tradition geworden, dass die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB) im Rahmen der CSB-Seniorenakademie Tagesexkursionen zur Geschichte Sachsens und Deutschlands organisieren. Am 6. Juli 2010 führte eine solche Exkursion Lausitzer Senioren ins Muldental in die Städte Grimma und Wurzen. Mit dabei war Maria Lippitsch aus dem Wittichenauer Ortsteil Saalau, die in einem Leserbrief ihre Eindrücke schildert.

Auf den Spuren von Seume und Ringelnatz

Am 6. Juli 2010 begaben sich über 30 Senioren aus der Lausitz auf eine Exkursion ins Muldental, genauer gesagt in die Städte Grimma und Wurzen. Dazu eingeladen hatte die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB). Schon im Vorfeld hatte uns Werner Rellecke von der Landeszentrale in Vorträgen im Rahmen der CSB-Seniorenakademie unsere Exkursionsziele näher gebracht. Er und Dr. Matthias Donath, Kunsthistoriker und Buchautor aus Dresden, waren unsere Reise- und Stadtführer. In lebendiger Art wurden wir über viele historische Zusammenhänge informiert.

Grimma gedenkt 2010 dem 200. Todestag des Schriftstellers, Dichters und Wanderers Johann Gottfried Seume. Sein „Spaziergang nach Syrakus" aus dem Jahr 1802 dürfte vielen ein Begriff sein. In Grimma besichtigten wir unter anderem die Klosterkirche. Die Augustinerkirche war die einzige frühe Bettelordenskirche in Sachsen. Durch eine grundlegende Sanierung konnte das Bauwerk vor dem Verfall gerettet werden und wird heute für vielfältige kulturelle Veranstaltungen genutzt. Vor dem Mittagessen besuchten wir noch die Ruine des Zisterzienserinnenklosters Marienthron zu Nimbschen, vielen bekannt durch Katharina von Bora, der späteren Frau von Martin Luther. Unsere Exkursion führte uns weiter in die Stadt Wurzen. Hier begegnet man auf Schritt und Tritt dem Dichter, Schriftsteller, Kabarettisten und Maler Joachim Ringelnatz, der am 7. August 1883 als Hans Gustav Bötticher in Wurzen zur Welt kam. Wir besichtigten die Stadt und das Schloss. Im Dom „St. Marien" empfing uns Superintendent i.R. Horst Schulze, der hier viele Jahre wirkte. Er erläuterte uns die historische Bedeutung des Domes und machte uns auf Details aufmerksam. Ganz besonders beeindruckten uns die von 1931/1932 stammende Kreuzigungsgruppe sowie die Kanzel aus Bronzeguss. Wir möchten uns auf diesem Weg noch einmal recht herzlich bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, insbesondere bei Werner Rellecke, für diese informative und gut vorbereitete Exkursion bedanken.

Maria Lippitsch
Saalau

[zurück zur Übersicht]