Mit Fahnenkommando zum Kloster- und Familienfest
Am 20. Juni 2010 findet zum zweiten Mal im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau das Kloster- und Familienfest statt. Gemeinsam laden Äbtissin Benedicta Waurick und der Landrat des Landkreises Bautzen, Michael Harig, mit den Mitveranstaltern, der Gemeinde Panschwitz-Kuckau, dem Christlich-Sozialen Bildungswerk Sachsen e.V. und dem Freundeskreis der Abtei St. Marienstern e.V., Vereine und Verbände aus dem Landkreis Bautzen ein, sich an diesem Tag im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau zu präsentieren.
Ein Verein, der wie im letzten Jahr dieser Einladung folgt, ist die St. Sebastiani Schützenbruderschaft Wittichenau 1491 e.V., die eine enge Verbindung zum Kloster St. Marienstern hat. Die Schützenbruderschaft kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. ''Wie der Name verrät, reicht sie zurück ins Jahr 1491. In diesem Jahr wurde die Schützengilde als kirchliche Bruderschaft mit Gutheißung des damaligen Bischofs Johann von Meißen gegründet und unter den Schutz des heiligen Märtyrers Sebastian gestellt'', sagt Brudermeister Roland Brückner, Vorsitzender des Vereins. ''Das Kloster hatte über Jahrhunderte das Patronat über die Pfarrgemeinde Wittichenau. Die ursprünglichen Statuten der Schützenbruderschaft stammen aus dem Jahr 1572 und wurden von Äbtissin Christine I. von Baudissin zu Marienstern bestätigt. Außerdem haben die Statuten bestätigt die Äbtissinnen Anna Margareta Dorn (1642), Katharina Benada (1682), Cordula Sommer (1710) und Josefa Elger (1754).'' Dies beweist die enge Verbindung der Schützenbruderschaft mit dem Kloster St. Marienstern und gleichzeitig deren kirchlichen Charakter.
Im Jahr 1939 wurde die Schützenbruderschaft von den Nationalsozialisten verboten, nach dem Zweiten Weltkrieg vom SMAD enteignet. Das Eigentum ging an den Staat, aus dem Schützenhaus wurde ein Lichtspielhaus. ''Nach der Wende fanden sich zwölf Männer zusammen, um die Gilde wieder aufleben zu lassen. Am 9. März 1990 wurde der Verein St. Sebastiani Schützenbruderschaft Wittichenau 1491 gegründet und zu Pfingsten gleich das erste Schützenfest nach den alten Statuten durchgeführt'', so Roland Brückner. ''1998 kauften wir das ehemalige Kino, also das alte Schützenhaus, was dann nach und nach in Eigenleistung wieder hergerichtet wurde. Im letzten Jahr konnten wir Dank des großen Engagements von Bürgermeister Udo Popella und der Wittichenauer Stadträte mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm das Dach und die Außenfassade sanieren.''
Heute hat die Schützenbruderschaft, die 1999 in den Bund der historischen deutschen Schützenvereine eingetreten ist, 20 Mitglieder. Der katholische Glaube spielt nach wie vor eine wichtige Rolle, Präses ist Pfarrer Dr. Wolfgang Kresak. Enge Kontakte bestehen zum Schützenverein St. Hubertus Aegidienberg 1920 e.V. und zur Schützengesellschaft Marktzeuln 1820 e.V., was sich zum Beispiel in regelmäßigen Besuchen zeigt. Höhepunkte im Jahr sind das Patronatsfest am 20. Januar, das Schützenfest zu Pfingsten und das Vereinsschießen im August. Die Mitglieder der Bruderschaft pflegen ein aktives Vereinsleben, führen regelmäßig Schießübungen durch und besuchen Schützenfeste in der Region sowie das Bundesschützenfest im September und den Bundesverbandstag im November.
''Beim Kloster- und Familienfest präsentieren wir uns gern, schon aus dem Grund, weil Wittichenau und insbesondere auch unsere Schützenbruderschaft eine Jahrhunderte lange enge Verbindung zum Kloster St. Marienstern hat'', sagt Brudermeister Roland Brückner. ''Vor Ort sind wir zum Beispiel mit unserem Fahnenkommando. Wir werden unsere neuen Uniformen tragen, angefertigt detailgenau nach altem Muster und Vorbild.''
Vereine und Verbände, die sich wie die St. Sebastiani Schützenbruderschaft Wittichenau 1491 e.V. zum Kloster- und Familienfest präsentieren möchten, finden den entsprechenden Bewerbungsbogen auf der rechten Seite. Bei Rückfragen und für weitere Informationen stehen SLK-Mitarbeiterin Sonja Heiduschka (Tel.: 03 57 96 / 9 71-30, E-Mail: sonja.heiduschka@slk-miltitz.de) und CSB-Mitarbeiterin Kathrin Kahle (Tel.: 03 57 96 / 9 71-12, E-Mail: kathrin.kahle@csb-miltitz.de) gern zur Verfügung.
Dirk Raffe
Öffentlichkeitsarbeit

