Sächsisches Landeskuratorium
Ländlicher Raum e.V.

Sand und Sonne machen Strom

Tschechische und deutsche Schüler besuchten die Deutsche Solar AG in Freiberg.

Anlässlich des 6. Regionalen Jugendeuropatages besuchten tschechische und deutsche Schüler die Waferproduktion der Deutschen Solar AG in Freiberg.

Am Freitag (30. April 2010) besuchten 52 Schülerinnen und Schüler aus Nordböhmen und Sachsen im Rahmen des Ziel 3-Projektes ''Umwelt macht Schule - Die Schülerumwelt GmbH'' des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. (CSB) die Deutsche Solar AG in Freiberg. Die Fachexkursion fand anlässlich des 6. Regionalen Jugendeuropatages statt, einer Veranstaltung des CSB und seines EU-Informationsbüros Europe Direct Ostsachsen. Sie bildete den Auftakt der Europawoche 2010. Schirmherr des Regionalen Jugendeuropatages ist Günter Baumann, Mitglied des Deutschen Bundestages und CSB-Vorstandsmitglied.

Die Deutsche Solar AG ist eine 100-prozentige Tochter der SolarWorld AG und bereits seit zwölf Jahren am Standort Freiberg auf dem Gebiet der Siliziumwaferproduktion tätig. Die Produktionskapazität liegt derzeit bei 750 Megawatt, ein Ausbau auf 1 Gigawatt wird angestrebt.

In der rund zweistündigen Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie aus Sand mit Hilfe der Sonne Strom erzeugt werden kann. Der Grundstoff einer jeden Solarzellen ist Silizium, das aus Sand gewonnen wird. Weiterhin erhielten die Schüler einen Einblick in die Produktion und konnten so die Entstehung eines Moduls hautnah miterleben. Natürlich hatten sie auch viele Fragen an die Mitarbeiter. Vor allem interessierte die Schüler, welche Ausbildungsmöglichkeiten die Deutsche Solar AG bietet und welche Voraussetzungen dafür erforderlich sind. Die tschechischen Schüler fragten unter anderem nach der Markt- und Standortentwicklung in Tschechien.

Informationen zum Projekt: Bis 2011 werden an je drei sächsischen und tschechischen Schulen der Euroregion Erzgebirge ökologische Schülerfirmen gegründet. Mit dem Ziel-3 Projekt soll zum einen die Schaffung von Grundlagen zur nachhaltigen Umweltbildung und zum anderen eine berufsorientierende Wirkung hinsichtlich ''grüner Berufe'', wie zum Beispiel Energietechniker und Umweltingenieur, sowie die Entwicklung eigener Ideen zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen erreicht werden. Bei verschiedenen Fachexkursionen werden die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Projektes einen Einblick in reale Wirtschaftsunternehmen erhalten. Die praktischen Anregungen werden dabei in die ökologische und ökonomische Arbeitsweise der Schülerfirma einfließen. Des Weiteren werden die besten Arbeiten mit einem Innovationspreis ausgezeichnet, der durch die Fachpartner vergeben wird. Träger des Projektes ist das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. in Kooperation mit dem tschechischen Verein Venkovský prostor o.p.s. Für weitere Fragen steht Projektkoordinatorin Dipl.-Ing. (FH) Stefanie Melzer unter Telefon 0 37 33 / 67 89 66 oder per E-Mail (stefanie.melzer@csb-miltitz.de) gern zur Verfügung.

Dirk Raffe
Öffentlichkeitsarbeit

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