Kinder von Mitarbeitern des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. (CSB) und des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e.V. (SLK) haben die Möglichkeit, in den Sommerferien beim CSB Ferienarbeit zu leisten. Wer mindestens 15 Jahre alt ist, kann im Ernährungs- und Kräuterzentrum im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau, im Hausmeisterbereich oder in einer der zehn Kindertagesstätten mit helfen und damit sein Taschengeld aufbessern. Insgesamt acht Jugendliche nahmen in diesem Jahr dieses Angebot gern an - Anne Hentschel aus Lauske, Jonas Klotsche aus Höckendorf, Ludwig Lebsa und Maria Lebsa aus Panschwitz-Kuckau, Benno Matka aus Cunnewitz, Rico Pakoßnick aus Koblenz, Antonia Schmole aus Schweinerden und Luisa Uhlemann aus Koblenz. Für ihre Hilfe und Unterstützung möchte sich das CSB bei allen Ferienarbeitern recht herzlich bedanken. Wir wünschen ihnen alles Gute und viel Erfolg in der Schule und auf ihrem weiteren Lebensweg.
Markus Kaschta, der zurzeit seinen Zivildienst in der CSB-Geschäftsstelle absolviert, sprach mit Anne Hentschel und Benno Matka über ihre Ferienarbeit beim CSB.
Ferienarbeit macht Spaß und bringt etwas
Manch einer fragt sich vielleicht: „Was macht man mit 17 in den Sommerferien?" Meist schießen einem da Gedanken durch den Kopf wie lange schlafen, ins Schwimmbad fahren, Computer spielen oder einfach gar nichts machen. Einige begeben sich aber auch in einen Betrieb oder eine Einrichtung, um die Arbeit dort kennen zu lernen, sich etwas Taschengeld dazu zu verdienen oder sich für das spätere Berufsleben zu orientieren.
Ich traf Anne Hentschel, um mit ihr über ihren Ferienjob und ihre Zukunftspläne zu reden. Die Lauskerin wird nach den Sommerferien die 12. Klasse des Schiller-Gymnasiums in Bautzen besuchen und im nächsten Jahr ihr Abitur ablegen. Wenn sie ihre Hausaufgaben erledigt hat, geht sie gern joggen, setzt sich an den PC oder trifft sich mit Freunden. Am Wochenende geht es zum Feiern auf die eine oder andere Party.
Anne Hentschel ist nun schon zum dritten Mal in den Sommerferien in der CSB-Kindertagesstätte in Panschwitz-Kuckau tätig. Es gefiel ihr von Anfang an sehr gut. Vor allem ist es „immer sehr lustig und schön, etwas mit den Kindern zu machen". Warum sie Ferienarbeit in einer Kindertagesstätte macht? „Ganz einfach, weil ich den Umgang mit Kindern mag", sagt die Schülerin und fügt hinzu, dass sie später auf jeden Fall etwas mit Kindern machen möchte. Von ihrem späteren Berufleben habe sie auch schon genauere Vorstellungen, schließlich muss sie sich im nächsten Jahr um einen Studienplatz bewerben. „Nicht unbedingt Erzieherin in einer Kindertagesstätte, aber ich würde gern Grundschullehrerin werden, weil man da sehen kann, wie die Kinder aufwachsen und man ihnen Bildung vermitteln kann." Eine weitere Möglichkeit sieht sie im Bereich der Kinderpsychologie. In der heutigen Zeit haben kleine Kinder häufiger Probleme durch ein fehlendes oder gescheitertes Elternhaus oder psychische Krankheiten. „Denen würde ich gern helfen", so Anne Hentschel.
Auf die Frage, ob es nicht langweilig und anstrengend sei, die Kinder jeden Tag aufs Neue zu beschäftigen, lachte die Lauskerin nur kurz und antwortet: „Im Kindergarten wird es nie langweilig." Es ist immer abwechslungsreich und macht Spaß, die Kinder zu beschäftigen, mit ihnen zu malen, zu basteln, zu spielen und ihnen etwas beizubringen." Anne Hentschel selbst besuchte die Kindertagesstätte in Wetro. Sie erinnert sich noch besonders daran, dass sie am Anfang immer Angst hatte, in den Kindergarten zu gehen, da alles so neu und sie weit weg von den Eltern war. Dies habe sich aber mit der Zeit gelegt. „Es ist interessant zu sehen, dass es den Kindern heute auch so geht."
Es zeigt sich, dass eine Ferienarbeit neben einer sinnvollen Beschäftigung und Spaß automatisch Erfahrungen und Erlebnisse mit sich bringt, an die man sich immer wieder gern erinnern wird. Außerdem entkommt man so dem manchmal langweiligen Ferienalltag.
Auch der 15-jährige Benno Matka entschloss sich, zwei der sechs Sommerferienwochen arbeiten zu gehen. „Meine Mutter brachte mich auf die Idee, Ferienarbeit zu leisten. Da kann man sich ein bisschen Taschengeld dazu verdienen", sagt Benno Matka. Er wird im neuen Schuljahr die 10. Klasse der Sorbischen Mittelschule in Ralbitz besuchen und im nächsten Jahr seinen Realschulabschluss machen. Am liebsten schraubt der Cunnewitzer an seinem Moped herum und fährt auch gerne mal Probe. „Wenn ich meine Schulaufgaben erledigt habe und es zu Hause nichts mehr zu tun gibt, gehe ich auch oft mit meinen Freunden Fußball spielen."
Als Ferienarbeiter fuhr Benno Matka mit den Hausmeistern des CSB zu den verschiedenen Kindertagesstätten und Einrichtungen des Vereins und erledigte dort unterschiedliche Arbeiten, wie Rasen mähen, Streichen von Sandkastenumfassungen und Spielgeräten oder Kehren von Hof und Straße. Er selbst lebt auf einem Bauernhof und weiß, was arbeiten heißt und bedeutet. „Ich möchte Landwirt werden oder einen Beruf erlernen, der etwas mit Landwirtschaft zu tun hat", so Benno Matka. Er könnte sich gut vorstellen, später einmal einen eigenen Bauernhof zu bewirtschaften oder in einem großen Betrieb, wie der MKH Agrarprodukte GmbH Wittichenau mit Krabat-Milchwelt Kotten, zu arbeiten. „Das hat aber noch ein wenig Zeit", fügte er hinzu. Jetzt wird er sich erst einmal wieder auf die Schule konzentrieren und das eine oder andere Mal baden fahren.
Auf die Frage, ob ihm die Ferienarbeit Spaß gemacht hat, antwortet Benno Matka sofort: „Natürlich, es hat mit wirklich gut gefallen. Vor allem lernt man etwas dabei." Er würde es wieder tun und es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Markus Kaschta

